Diskussionspapiere extern
Maye Ehab, Laura Goßner, Yuliya Kosyakova, Franziska Schreyer
Nürnberg:
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB),
2024,
(IAB-Kurzbericht 14/2024)
Die Befunde der repräsentativen IAB-BAMF-SOEP-Befragung zeigen: Die Mehrheit der zwischen 2013 bis Mitte 2019 nach Deutschland geflüchteten Männer lebt hier im Jahr 2021 ohne Partnerin und ohne Kinder im Haushalt. Bei den geflüchteten Frauen ist es genau umgekehrt: Sie wohnen mehrheitlich mit Partner und mit Kindern zusammen. Gleichwohl ist die Wohnsituation der Frauen recht unterschiedlich: 13 Prozent leben ohne Partner und ohne Kinder, 10 Prozent mit Partner, aber ohne Kinder im Haushalt. Weitere 22 Prozent sind alleinerziehend. Frauen ohne Partner berichten häufiger von negativen Erfahrungen auf der Flucht als jene mit Partner. Sie haben in Deutschland zudem mehr Kontakt zu Einheimischen und zu Personen aus ihrem Herkunftsland. Bei den Frauen, die ohne Partner und ohne Kinder in Deutschland leben, ist die Wahrscheinlichkeit der Erwerbstätigkeit am höchsten. Sechs Jahre und mehr nach ihrem Zuzug sind 43 Prozent von ihnen erwerbstätig. Bei den Männern ohne Partnerin und ohne Kinder sind es 73 Prozent. Die eigenständige Sicherung des Lebensunterhalts ist eine der rechtlichen Voraussetzungen, damit sich Geflüchtete längerfristig ein Leben in Deutschland aufbauen können. Daher und wegen der Bedarfe des Arbeitsmarktes sollten geflüchtete Frauen auf ihrem Weg ins Erwerbssystem stärker unterstützt werden.
Externer Link:
https://doku.iab.de/kurzber/2024/kb2024-14.pdf