Geschlechtersensible Gesundheitsindikatoren für die Gesundheitsberichterstattung am Robert Koch-Institut (GBE-GI) – Ein Pilotprojekt im Rahmen der „Joint Action PreventNCD“

Nicht-referierte Aufsätze

Hande Gencer, Anke-Christine Saß, Franziska Prütz

In: Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 67 (2024), 11, 1315-1320

Abstract

Eine auf geschlechtersensiblen Indikatoren basierende Gesundheitsberichterstattung (GBE) kann Aufschluss über Geschlechterungleichheiten geben, die Gesundheitsförderung und Gesundheitsversorgung verbessern, Gender-Mainstreaming fördern sowie relevante Informationen für Gleichstellungsmaßnahmen zur Verfügung stellen. Bisher gibt es kein Set von geschlechtersensiblen Gesundheitsindikatoren für die Gesundheitsberichterstattung des Bundes am Robert Koch-Institut. Im Rahmen der Joint Action Prevent Non-Communicable Diseases sollen in einem Pilotprojekt geschlechtersensible Gesundheitsindikatoren identifiziert, systematisch bewertet und in die Webseite für Gesundheitsberichterstattung des Robert Koch-Instituts integriert werden. Dies geschieht in 3 Arbeitspaketen: In einem Scoping-Review wird zunächst die Evidenzlage zu geschlechtersensiblen Gesundheitsindikatoren sowie zu theoretischen Erklärungsansätzen für Geschlechterungleichheit in EU- und OECD-Mitgliedsstaaten ab 2014 durchleuchtet (Arbeitspaket 1). Darauf aufbauend werden die identifizierten Indikatoren und Erklärungsansätze aufbereitet und in einem strukturierten Konsensprozess im Rahmen eines 3‑stufigen Delphi-Verfahrens bestehend aus einer Fokusgruppendiskussion und einem Online-Survey bewertet und ausgewählt (Arbeitspaket 2). Der systematisch bewertete Indikatorensatz wird schließlich in die Webseite für Gesundheitsberichterstattung des Robert Koch-Instituts integriert (Arbeitspaket 3). Die Ergebnisse werden über Fachpublikationen und Konferenzbeiträge disseminiert.

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