Publikation vom 20. November 2025
Die große Mehrheit (71 Prozent) der Menschen in Deutschland wünscht sich, dass die Politik viel mehr gegen Klimaschutz unternimmt. 83 Prozent geben an, sich Sorgen um den Klimawandel zu machen. Gleichzeitig treibt viele Menschen um, welche wirtschaftlichen Folgen Klimapolitik haben könnte. Lediglich acht Prozent sprechen sich deutlich gegen eine ökologische Transformation aus – eine kleine, aber potenziell spaltende Gruppe.
Diese und weitere Befunde veröffentlichte das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) kürzlich in seinem „Zweiten Zusammenhaltsbericht“ unter dem Titel „(Un)mögliche Transformation? Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Einstellungen zum Klimawandel in Deutschland“. Seit 2020 erforscht das Institut anhand verschiedener Datenquellen, was die Menschen in Deutschland verbindet und was sie trennt.
Ein zentrales Resultat stellen die fünf „Klimatypen“ dar, in die sich die deutsche Gesellschaft einteilen lässt: Entschlossene (18 Prozent), die sehr von der Gefährlichkeit des Klimawandels und der Notwendigkeit einer sozial-ökologischen Transformation überzeugt sind; Besorgte (18 Prozent), die sich gleichermaßen wegen des Klimawandels und möglicher negativer Folgen von Klimaschutz sorgen; Zustimmende (31 Prozent), die sich mehr Klimaschutz wünschen, aber auch gewisse Transformationssorgen haben; Indifferente (25 Prozent), die eine neutrale oder unentschlossene Haltung haben; sowie Ablehnende (8 Prozent), die den Klimawandel als weniger gefährlich ansehen und Klimaschutzmaßnahmen ablehnen.
Die vorliegenden Ergebnisse basieren in wesentlichem Maße auf der zweiten Welle des German Social Cohesion Panel (SCP), welches seit 2021 in einer Kooperation zwischen dem SOEP und dem FGZ durchgeführt wird.
Unter https://fgz-risc-data.de/klimatypenrechner/ können Interessierte herausfinden, zu welchem der Klimatypen sie gehören.