Kinderbetreuung: Ganztags für alle? Differenzierte Arbeitszeiten erfordern flexible Angebote

Diskussionspapiere extern

Karin Esch, Sybille Stöbe-Blossey

Gelsenkirchen: Institut Arbeit und Technik, 2002,
(IAT-Report 2002-09)

Abstract

Dass die Kinderbetreuungsmöglichkeiten in Deutschland - zumindest im Westen - dringend ausgebaut werden müssen, wird mittlerweile nicht mehr bestritten. Um Frauen eine angemessene Teilnahme am Erwerbsleben zu ermöglichen, wird ein Ausbau der Ganztagsbetreuung seit einiger Zeit verstärkt gefordert. Die Realisierung dieser Absicht wird nicht ohne einen erheblichen Einsatz an Ressourcen zu haben sein. Umso wichtiger ist es, Informationen darüber zu ermitteln, wie sich der Betreuungsbedarf tatsächlich darstellt. Vieles deutet nämlich darauf hin, dass eine einfache Ausweitung von Ganztagsangeboten in ihrer bisherigen Struktur diesem Bedarf nur teilweise entspricht. Der Grund dafür liegt darin, dass sich die Arbeitszeiten erwerbstätiger Frauen und damit auch ihre Betreuungsbedarfe immer mehr ausdifferenzieren. Im Rahmen des Projektes - Kinderbetreuung als Dienstleistung - wurden deshalb am Institut Arbeit und Technik verfügbare statistische Informationen zusammengestellt, um Aufschluss darüber zu gewinnen, wie die Arbeitszeiten von Müttern aussehen und welcher Betreuungsbedarf sich daraus ergibt. Die gefundene Literatur stützt sich vor allem auf den Mikrozensus, das Sozio-ökonomische Panel (SOEP) sowie eine Erhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

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