Referierte Aufsätze Web of Science
Karsten Hank, Hendrik Jürges, Jürgen Schupp, Gert G. Wagner
In: Zeitschrift für Gerontologie und Geriatrie 42 (2009), 2, 117–126
Dieser Aufsatz zeigt, dass die Messung der Handgreifkraft ein auch in sozialwissenschaftlichen Bevölkerungsumfragen einfach zu ermittelndes, nicht-invasives und verlässliches objektives Gesundheitsmaß ist. Die Greifkraftmessung stellt nicht nur eine sinnvolle Ergänzung zu selbst berichteten Indikatoren des Gesundheitszustandes dar, sondern besitzt darüber hinaus hinsichtlich einer Vielzahl insbesondere für die sozialgerontologische Forschung relevanter Variablen (z. B. Mortalitätsrisiken) eine eigenständige Erklärungskraft. Der 2004 erstmals erhobene Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE) und die Haupterhebung 2006 des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) erlauben nun aufschlussreiche erhebungsmethodische und erste inhaltliche Querschnittsauswertungen der Greifkraft auch für Deutschland. Im Mittelpunkt der vorliegenden Untersuchung stehen dabei Personen im Alter von 50 oder mehr Jahren. Die Erfahrungen, die in beiden Surveys bei der Durchführung des Greiftests gemacht wurden, insbesondere auch hinsichtlich der Akzeptanz bei den Befragten, sind durchweg positiv. Herausragende Determinanten der isometrischen Greifkraft sind – neben dem Geschlecht – Alter, Körpergröße und Gewicht. Eine multivariate Betrachtung weist darüber hinaus auf einen deutlichen positiven Zusammenhang zwischen verschiedenen Gesundheitsindikatoren und der Handgreifkraft hin.
Keywords: Greifkraft - Gesundheitsmessung - Bevölkerungsumfragen - SHARE - SOEP
DOI:
https://doi.org/10.1007/s00391-008-0537-8