Soziale Ungleichheit beim Zugang zu berufsqualifizierender Ausbildung. Das Zusammenspiel von sozioökonomischem Hintergrund, Migrationsstatus und schulischer Vorbildung

Nicht-referierte Aufsätze

Steffen Hillmert, Katarina Weßling

In: Sozialer Fortschritt 63 (2014), 4-5, 72-82

Abstract

Der Zugang zu beruflicher Bildung und daran anschließend der Erwerb einer Berufsqualifikation sind zentrale Determinanten individueller Lebenschancen. Es ist bekannt, dass – ähnlich wie Übergänge im allgemeinbildenden Schulsystem – auch berufliche Ausbildungschancen gruppenspezifisch stark variieren. Mit Blick auf diesen Übergang im fortgeschrittenen Bildungsverlauf ist aber weitgehend ungeklärt, (1) inwiefern soziale Herkunftsdeterminanten direkt oder indirekt vermittelt über schulische Vorbildung Einfluss nehmen und (2) wie sich der elterliche Sozialstatus und migrationsspezifische Indikatoren als zentrale soziale Herkunftsdeterminanten hinsichtlich des Übergangs in berufsqualifizierende Ausbildung zueinander verhalten. Aktuelle Paneldaten1 ermöglichen eine detaillierte Differenzierung und Analyse unterschiedlicher status- und migrationsbezogener Herkunftsfaktoren. Die Ergebnisse zeigen das Zusammenwirken der Herkunftsdeterminanten ebenso wie eine Vermittlung herkunftsbezogener Indikatoren durch die schulische Vorbildung, wobei eigenständige Herkunftseffekte für die Wahrscheinlichkeit, einen qualifizierenden Ausbildungsplatz zu erhalten, bestehen.

Social Inequality in the Transition to Vocational Education and Training (VET). The Interplay of Socioeconomic Background, Immigrant Status and General Schooling

Themen: Bildung

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