Diskussionspapiere extern
Verena Lichtenberger
Stuttgart:
Statistisches Landesamt Baden-Württemberg,
2013,
(Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg 7/2013)
Einkommensarmut geht mit erheblichen Nachteilen und Belastungen in den verschiedensten Lebensbereichen einher. Neben dem Zugang zu Bedarfs- und Gebrauchsgütern sind auch die Möglichkeiten der sozialen Teilhabe und der sozialen Integration eingeschränkt.1 Bislang vorhandene Studien kommen zu dem Ergebnis, dass ein Leben in Armut und daraus resultierende soziokulturelle und materielle Nachteile einen negativen Einfluss auf das Wohlbefinden der Betroffenen haben. Die vorliegende Analyse der Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP)2 zeigt, dass bereits bei einer Armutsgefährdungsschwelle von 70 % des Medianeinkommens sowohl für Deutschland als auch für Süddeutschland deutliche Einschränkungen im Bereich der subjektiv bewerteten Gesundheit festzustellen sind. Auf Bundesebene zeigen sich einkommensbezogene Unterschiede in der Gesundheit vor allem im mittleren Erwachsenalter. In der einkommensschwachen Gruppe ist die Chance einer beeinträchtigten Gesundheit bis zu drei Mal höher als in der Referenzgruppe (siehe i-Punkt „Die Analysemethode“).
Themen: Gesundheit