Nicht-referierte Aufsätze
Christoph Metzler, Dirk Werner, Michael Zibrowius
In: IW-Trends 41 (2014), 3, 3-19
Junge Menschen der Jahrgänge 1980 bis 1995, in der medialen Berichterstattung häufig als Generation Y oder Millennials bezeichnet, steigen in den letzten Jahren zunehmend in das Berufsleben ein. Ihnen wird von manchem Beobachter unterstellt, dass sie andere berufliche Ziele verfolgen würden und andere Vorstellungen hätten als vergleichbare Altersgruppen in den Vorgängergenerationen. Unternehmen müssten daher ihre Arbeitsbedingungen anpassen, um auch für diese jungen Fachkräfte attraktiv zu bleiben. Ein intergenerationaler Vergleich dieser Generation Y mit den Angehörigen der Geburtsjahrgänge 1965 bis 1979 (Generation X) auf Basis des Soziooekonomischen Panels findet allerdings keine eindeutigen Anhaltspunkte für eine unterschiedliche Einschätzung oder Haltung, wenn sozio-demografische Faktoren, konjunkturelle Trends und Merkmale der beruflichen Tätigkeit berücksichtigt werden. Vielmehr erweist sich die Zunahme der Erwerbstätigkeit von jungen Frauen im Verbund mit einer Ausweitung der Teilzeitbeschäftigung als potenzieller Treiber für beobachtbare Unterschiede. Für die Personalarbeit von Unternehmen bedeutet das, dass sie eher die allgemeinen Trends adressieren als sich auf vermeintliche Besonderheiten einer neuen jungen Generation einstellen sollten.
Labour Market Results and the Career Goals of Generation Y compared with those of Generation X: In the last few years young people born between 1980 to 1995, frequently referred to in the media as Generation Y or Millennials, have been joining the workforce in increasing numbers. Some observers assume that they have other career goals and a different vision than the preceding cohort and consequently advise companies wishing to remain attractive to these young skilled workers to adapt their working conditions accordingly. However, a comparison based on the Socio-Economic Panel of this Generation Y with their predecessors in Generation X ( those born between 1965 to 1979) finds that when socio-demographic factors, economic trends and the nature of their work are taken into account there are no unambiguous signs of different perceptions or attitudes. The probable reason for the observable differences proves rather to be an increase in the proportion of women in the workforce combined with an increase in part-time employment. This suggests that HR managers should be responding more to general trends and less to the supposed peculiarities of a new generation of young employees.
Themen: Arbeit und Beschäftigung
Keywords: Generation Y, Generation X, Arbeitsmarktergebnisse, berufliche Ziele
Externer Link:
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DOI:
https://doi.org/10.2373/1864-810X.14-03-01