Nicht-referierte Aufsätze
Olga Nottmeyer
In: Wochenbericht des DIW Berlin 77 (2010), 11, 12-20
Partnerschaften zwischen Migranten und Einheimischen gelten gemeinhin als Ergebnis erfolgreicher sozialer Integration und möglicherweise treibende Kraft hinter ökonomischem Erfolg. So verfügen inter-ethnisch lebende Migrantinnen und Migranten über eine höhere Schulbildung, einen besseren beruflichen Status und durchschnittlich höhere Löhne als solche in intra-ethnischen Beziehungen. Daten des Sozio-Oekonomischen Panels (SOEP) zeigen, dass sich vor allem Migrantinnen und Migranten in Beziehungen mit Einheimischen im Durchschnitt als besonders kommunikativ und offen einschätzen. Deutsche in inter-ethnischen Beziehungen unterscheiden sich hingegen diesbezüglich nicht von jenen in deutsch-deutschen Partnerschaften. Auch Risikobereitschaft und allgemeine Lebenszufriedenheit liegen bei den deutschen Partnern nicht über dem Durchschnitt. Migranten und Migrantinnen in inter-ethnischen Beziehungen sind dagegen nach eigener Aussage besonders risikofreudig und politisch interessiert. Sie sehen sich zudem seltener Diskriminierungen ausgesetzt als Migrantinnen und Migranten, die in intra-ethnischen Partnerschaften leben.
Themen: Migration
Keywords: Intermarriage, Big 5 Personality Traits, Migration
Externer Link:
http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.353483.de/10-11-3.pdf