Der Einfluss der Gesundheit und des Gesundheitsverhaltens auf die Entstehung von Partnerschaften

Referierte Aufsätze Web of Science

Ingmar Rapp, Jonathan Gruhler

In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie (KZfSS) 70 (2018), 1, 25-52

Abstract

Der Beitrag untersucht den Einfluss der körperlichen und mentalen Gesundheit und des Gesundheitsverhaltens auf die Entstehung von Partnerschaften. Datengrundlage ist das Sozio-oekonomische Panel von 2002 bis 2014. Die Analysen beziehen sich auf 6071 Personen und 4194 neu entstandene Partnerschaften. Für Männer zeigen die Ergebnisse, dass eine bessere mentale Gesundheit die Übergangsrate in Partnerschaft ab dem mittleren Erwachsenenalter zunehmend erhöht. Für Frauen gehen sowohl eine bessere körperliche als auch eine bessere mentale Gesundheit im jungen Erwachsenenalter mit einer niedrigeren und im höheren Erwachsenenalter mit einer höheren Übergangsrate in Partnerschaft einher. Weiterhin zeigt die vorliegende Untersuchung, dass das Gesundheitsverhalten einen eigenständigen Einfluss auf die Entstehung von Partnerschaften hat. Sportliche Inaktivität und Übergewicht reduzieren die Übergangsrate in Partnerschaft, wohingegen Rauchen für Frauen mit einer höheren Übergangsrate in Partnerschaft einhergeht. Die Ergebnisse erlauben zum einen Rückschlüsse darauf, auf welche Weise Gesundheit und Gesundheitsverhalten die Entstehung von Partnerschaften beeinflussen. Zum anderen tragen sie zur Erklärung gesundheitlicher Ungleichheit zwischen Personen mit und ohne Partner bei.

Themen: Gesundheit



Keywords: Partnerwahl, Mentale Gesundheit, Körperliche Gesundheit, Sport, Rauchen, Körpergewicht
DOI:
https://doi.org/10.1007/s11577-018-0513-2

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