Private Haushalte als Arbeitgeber bleiben beschäftigungspolitisch von geringer Bedeutung - "Hausmädchenprivileg" überflüssig

Nicht-referierte Aufsätze

Jürgen Schupp

In: Wochenbericht des DIW Berlin 68 (2001), 13, 201-210

Abstract

Auf privaten Haushalten ruhen vielfach große Hoffnungen im Hinblick auf die Erschließung zusätzlicher Beschäftigungsmöglichkeiten. Politische Reformvorhaben wie die Einführung von Haushaltsschecks zielten sowohl auf die Stimulierung neuer Beschäftigungsmöglichkeiten als auch auf die "Legalisierung" bereits bestehender Beschäftigungsverhältnisse. Die im Bericht veröffentlichten Daten über den Umfang und die Entwicklung von personenbezogenen Dienstleistungen in Privathaushalten zeigen, dass beschäftigungsstimulierende Effekte bisher ausgeblieben sind. Vermutlich hat die Regelung in hohem Maße zu Mitnahmeeffekten bei gut verdienenden Haushalten geführt. Deshalb ist die Abschaffung des "steuerlichen Hausmädchenprivilegs" ins Auge zu fassen. Die Schaffung größerer Transparenz über die vermeintlich hohen Grenzsteuerbelastungen bei Mehrverdienerhaushalten, die sich für die Lohnsteuerklassenkombination III/V entschieden haben, könnte ein erster Schritt aus der Schattenwirtschaft sein.

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