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SOEPnewsletter Januar 2022

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

so hatten wir uns den zweiten Pandemiewinter wahrscheinlich nicht vorgestellt. Auch an unserer Befragung geht die Situation nicht spurlos vorüber, wie Sie im Abschnitt Data Service lesen können. Aber es gibt auch einige Datenangebote, die wir Ihnen (trotzdem) machen können.
Von neuen Projekten mit SOEP-Beteiligung lesen Sie in News and Events, und vor allem über die SOEP-Konferenz und unserer SOEP-Campus-Angebote.

Eine neue Rubrik „SOEP in den Medien“ zeigt an drei aktuellen Beispielen, welche Resonanz die Forschung mit den SOEP-Daten in der Öffentlichkeit haben kann.

Und aus Anlass des 10. Todestages von Joachim R. Frick im Dezember erinnern wir auf dieser Seite noch einmal an sein Leben.

Für unsere deutschsprachigen Leser*innen:
Beachten Sie bitte unsere Stellenangebote: Wir suchen unter anderem immer noch (für uns etwas ungewöhnlich) Personen mit IT-Hintergrund. Alle unsere Stellenangebote auf dieser Seite.

Mit den besten Grüßen, bleiben oder werden Sie gesund

Uta Rahmann

  • Die SOEP-Core v37 (Daten 1984-2020) werden planmäßig zum Frühjahr 2022 fertiggestellt. Wie angekündigt, werden auch die SOEP-CoV-Daten damit dann allen interessierten Datennutzenden zur Verfügung gestellt. Nähere Informationen dazu unter https://www.soep-cov.de
    Vorbestellungen für die Daten SOEP-Corev37 können gerne an soepmail@diw.de gestellt werden (first come – first serve).
  • Mit der v37 wird wieder auch der EU-SILC Clone ausgeliefert. Im EU-SILC Clone sind die Variablen der EU-weiten Befragung EU-SILC mit den Informationen aus dem SOEP nachgebaut. Wir haben auf dieser Seite die Nutzungsmöglichkeiten dieses Datensatzes für die Forschung zusammengestellt.
  • Die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus haben deutliche Auswirkungen auf die Feldarbeit in allen SOEP-Studien. Um persönliche Kontakte zwischen InterviewerInnen und Befragten möglichst zu vermeiden wurde den Befragungspersonen der Befragungsmodus CAPI-by-Phone als Alternative zur standardmäßigen CAPI-Befragung angeboten. Zudem bietet das SOEP in seiner Hauptstudie CAWI und PAPI für die Befragungspersonen an und in der IAB-BAMF-Geflüchtetenbefragung CAWI. Durch die erschwerter Kontaktierbarkeit insbesondere von neueren Migranten und Geflüchteten kommt es zu einer Verlängerung der Feldzeit.
  • In 2022 frischt das SOEP seine Hauptstichprobe um 6.000 Haushalte auf, einerseits um dem Schwund in 2021 entgegenzuwirken und andererseits, um seine Fallzahlen bei jüngeren Bevölkerungsgruppen sowie bei Haushalten in ländlichen Regionen deutlich zu erhöhen.
  • Seit dem 1. September 2021 ist der Scientific Usefile SOEP-RV Versichertenrentenbestand (RTBN) für das Jahr 2018 als Sonderstichprobe "SOEP-RV.RTBN2018" verfügbar.
    Die Stichprobe beinhaltet 2.120 Befragte des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP), die der Verknüpfung ihrer Umfragedaten mit anonymisierten Daten des Forschungsdatenzentrums der Deutschen Rentenversicherung Bund (FDZ-RV) zugestimmt haben. Auf diese Art und Weise werden detaillierte Konteninformationen zu den Rentenanwartschaften sowie zu den Rentenzahlbeträgen mit soziodemografischen SOEP-Daten zum materiellen Wohlstand u.ä. auf der Individual- wie auf der Haushaltsebene zusammengeführt. Das Codebuch für diesen Datensatz und die Bestellmöglichkeit finden Sie auf dieser Seite des Forschungsdatenzentrum der Rentenversicherung (FDZ-RV).
  • Geänderte Deadlines: Für die Einreichung von Vorschlägen für die SOEP-IS Innovation Modules gibt es neue Deadlines. Dies ist nötig geworden, weil der Erhebungszeitraum von SOEP-IS synchron zur SOEP-Core-Erhebung an den Anfang eines Kalenderjahres verlegt wurde. Melden Sie sich bis Ende Mai 2022, damit Ihre Forschungsfrage im SOEP-IS 2023 aufgenommen werden kann. Die genauen Zeiten und Vorgehensweise finden Sie auf den Seiten des FDZ SOEP. Die nächste SOEP-IS-Erhebung findet im Frühjahr 2022 statt.

  • SOEP-Konferenz 2022: Der Call for Papers für die 14. International SOEP User Conference (SOEP 2022) ist veröffentlicht. Die Konferenz soll am 30. Juni und 1. Juli 2022 in Berlin stattfinden. Weitere Informationen finden Sie hier.
  • SOEPcampus: Das nächste SOEPcampus@home wird vom 22. - 25. Februar 2022 jeweils nachmittags von 16:00-18:00 Uhr online stattfinden. Zu den weitere Informationen zu Voraussetzungen und Anmeldung kommen Sie über unsere Seite SOEPcampus Events.
    Dort werden Sie in absehbarer Zeit auch die Ankündigung unseres (hoffentlich) nächsten Präsenz-Workshops am 20./21. April 2022 am DIW in Berlin finden.
  • Projekt RKI-SOEP II: Seit November 2021 läuft die zweite Phase der Antikörper-Studie „Corona-Monitoring bundesweit (RKI-SOEP)“: Mehr als 28.000 Menschen ab 14 Jahren, die zu den Befragten der Langzeitstudie Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) gehören, werden zur Teilnahme an der zweiten Erhebungswelle eingeladen. Erstmals werden dabei auch geflüchtete Menschen befragt. Nähere Informationen in dieser Nachricht und auf der Seite des RKI.
  • Projekt InterVerm: Gemeinsam mit Philipp Lersch von der Humboldt-Universität zu Berlin und Daniel Schnitzlein von der Leibniz-Universität Hannover bearbeitet Markus M. Grabka das DFG-Projekt „The intergenerational reproduction of wealth inequality and its socio-demographic conditions in Germany (InterVerm)“ nähere Informationen: Projektseite der Humboldt-Universität , Projektseite der DFG
  • Projekt GaPRisk: In dem Projekt „Groups put at Particular Risk by COVID 19 (GAP Risk)“ untersucht eine Kooperation von ForscherInnen des Robert-Koch-Instituts (RKI), der Universität Bielefeld und des SOEP am DIW, wie sich die Pandemie auf verschiedene soziale Gruppen und Risikogruppen in Deutschland auswirkt, welche Auswirkungen sie auf gesellschaftliche Ungleichheiten hat und welche Rolle wohlfahrtsstaatliche Maßnahmen spielen. Für diese Untersuchungen werden die Daten des SOEP und seiner Corona-Sonderstudien sowie Datenbestände zur Ausgestaltung und Zeitdauer politischer Maßnahmen herangezogen.

  • SOEP Survey Rat: Auf seiner Sitzung Anfang November 2021 hat das Kuratorium des DIW Berlin fünf neue Mitglieder in den SOEP Survey Rat berufen: Conchita D’Ambrosio, Frank Kalter, Jutta Mata, Annette Scherpenzeel und Joachim Winter. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit und bedanken uns gleichzeitig bei den Mitgliedern des SOEP Survey Rat, deren Berufungsperioden in diesem Jahr turnusgemäß ausgelaufen sind: Melissa Hardy, Lucinda Platt, Susann Rohwedder und insbesondere Uwe Sunde, der lange den Vorsitz innehatte. Mehr Informationen

Publikationen

  • Die SOEP-Daten werden auch vom Sachverständigenrat für Verbraucherfragen (SVRV) genutzt. In seinem großen "Gutachten zur Lage der Verbraucherinnen und Verbraucher"  beruht das Kapitel über "Wohnen" zu großen Teilen auf Daten des SOEP. Darüber hinaus wird von der DIW econ gerade eine umfassende SOEP-Analyse im Auftrag des SVRV erstellt, die auch die Immigrationsstichproben und die Top-shareholder-Stichprobe einbezieht. Letzere wird auch für ein Gutachten des SVRV zum Thema "Soziale Ungleichheit und Konsum" genutzt werden. Ergänzt um Fokusgruppen-Analysen, soll das Gutachten Mitte 2022 veröffentlicht werden.

  • Eine auf Basis der Daten der SOEP-Innovationsstichprobe veröffentlichte Publikation „Keine eindeutige Lagerbildung bei Ungleichheitskonflikten“ erhielt im Sommer 2021 den ersten Preis der Fritz Thyssen Stiftung. Mehr Informationen hier

SOEP in den Medien

Wer baut wie fürs Alter vor: Wie in Deutschland Geld fürs Alter angelegt wird

Schlaue Maschinen: Wie Künstliche Intelligenz schon heute unsere Arbeit bestimmt

Sechs Jahre früher pflegebedürftig: Wer hart arbeitet und wenig verdient, ist oft früher auf Pflege angewiesen als andere

  • Wir freuen uns, zwei weitere erfolgreiche Promotionen Ende letzten Jahres vermelden zu können: Sandra Bohmann, weiterhin beim SOEP beschäftigt, hat an der Humboldt-Universität zu Berlin ihre Dissertation zum Thema „Whether you think you can, or you can't - it's true. Locus of control in status reproduction” verteidigt. Gutachter waren Jürgen Schupp and Johannes Giesecke. Lea Löbel promovierte ebenfalls an der HU Berlin zum Thema „Social Networks and Refugee Mental Health - From Social Isolation to Family Reunification”. Ihre GutachterInnen waren Martin Kroh und Zerrin Salikutluk. Beiden gratulieren wir herzlich und wünschen weiterhin viel Erfolg.

  • Seit Anfang Dezember 2021 ist Jürgen Schupp offiziell im Ruhestand. Dem SOEP bleibt er jedoch noch eine Weile als Senior Research Fellow erhalten, unter anderem um Promotionen (zu Ende) zu betreuen und vor allem, um das von ihm mitentwickelte und auf die Beine gestellte „Pilotprojekt Grundeinkommen“ zu einer hoffentlich ertragreichen Entwicklung zu verhelfen. Wir danken Jürgen ganz herzlich für seine langjährige Arbeit für das SOEP, unter anderem von 2011 bis 2018 als SOEP-Leiter. Eine standesgemäße Abschiedsfeier muss leider bis ‚nach der Pandemie‘ verschoben werden.

  • Im letzten halben Jahr konnten wir drei neue MitarbeiterInnen im SOEP-Team begrüßen: Carina Cornesse ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im SOEP und auch im Datenzentrum Zusammenhalt des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ). Sie koordiniert das Zusammenhaltspanel (SOEP-related study ZHP-FGZ) und forscht zu Datenqualität und innovativen Datenerhebungsverfahren in Umfragen. Sie hat in Mainz und Frankfurt am Main Soziologie studiert und an der Graduate School for Economic and Social Sciences der Universität Mannheim promoviert. Vor ihrer Tätigkeit am DIW und FGZ war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin bei GESIS - Leibniz Institut für Sozialwissenschaften und am Sonderforschungsbereich 884 "Politische Ökonomie von Reformen" der Universität Mannheim.
    Sascha-Christopher Geschke verstärkt als wissenschaftlicher Mitarbeiter das SOEP-Team. Er studierte zuvor Sozialwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin, wo er für Johannes Giesecke als Tutor für Statistische Methoden am Lehrbereich Empirische Sozialforschung arbeitete und als Forschungsleiter der Studie: "Ratings als arbeitspolitisches Konfliktfeld: Das Beispiel Zalando" mit Philipp Staab für die Hans-Böckler-Stiftung. Im SOEP wird er die Generierung diverser retrospektiver Biographie- und Spelldaten übernehmen, die er bereits als studentische Hilfskraft bearbeitet hat.
    Barbara Stacherl arbeitet seit September 2021 im Rahmen des Leibniz WissenschaftsCampus für das Teilprojekt SOEP RegioHealth. Bevor sie ans DIW Berlin kam, war Barbara am Institut für Höhere Studien (IHS), Wien, in der Forschungsgruppe Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik tätig. Sie hat ihren Master Volkswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien absolviert. Ihre Forschungsinteressen liegen in den Bereichen Gesundheitsökonomie, Versorgungsforschung und regionale Ungleichheiten.

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