Unbezahlte Arbeit: Hausarbeit, Kinderbetreuung und Pflege

Diskussionspapiere extern

Verena Löffler

economie feministe, 2024,

Abstract

Frauen werden in der Debatte um einen Fachkräftemangel häufig als «ungenutztes Arbeitskräftepotenzial» charakterisiert. Da Frauen weniger häufig und zu weniger Stunden auf dem formalen Arbeitsmarkt eingebunden sind, wird oft eine stärkere Präsenz auf dem formalen Arbeitsmarkt gefordert. Tatsächlich arbeiten Frauen mehr als Männer, wenn die Zeit berücksichtigt wird, die Frauen für unbezahlte Arbeit aufwenden. Das vorliegende Faktenblatt zeigt ausserdem, dass sich die Verteilung der unbezahlten Arbeit zwischen Frauen und Männern in Deutschland über 30 Jahre kaum verändert hat. Die Berechnungen der Ökonominnen Christine Rudolf und Verena Löffler basieren auf Daten, die aus der jährlichen repräsentativen Befragung der in Deutschland lebenden Bevölkerung, dem Sozio-ökonomischen Panels (SOEP), generiert wurden. Im Folgenden werden kurz methodische Hinweise zur Berechnung dargelegt und drei Hauptergebnisse vorgestellt, um die Relevanz der Erhebung und Analyse der unbezahlten Arbeit im politischen Kontext zu verdeutlichen.

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