Die Herkunft macht den Unterschied: Kapitalien, Klassenlage und die Chancen des Erwerbs von transnationalem Humankapital

Aufsätze in Sammelwerken 2016

Jürgen Gerhards, Silke Hans, Sören Carlson

In: Jürgen Gerhards, Silke Hans, Sören Carlson , Klassenlage und transnationales Humankapital: Wie Eltern der mittleren und oberen Klassen ihre Kinder auf die Globalisierung vorbereiten
Wiesbaden: Springer VS
51-104

Abstract

Im Mittelpunkt dieses Kapitels steht die Frage, inwieweit soziale Ungleichheiten den Erwerb von transnationalem Humankapital bei Jugendlichen prägen und welche konkreten Ungleichheitsfaktoren diesbezüglich von Relevanz sind. Die theoretische Fundierung unserer empirischen Analysen bildet Pierre Bourdieus Klassen- und Kapitalientheorie. Wir untersuchen zunächst, in welchem Maße die Kapitalienausstattung von Familien den Zugang von Jugendlichen zu Schüleraustauschprogrammen beeinflusst; hierzu greifen wir auf die Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) zurück. Im nächsten Schritt ergänzen wir unsere Betrachtungen durch eine Analyse des Zugangs zu Kindertagesstätten mit bilingualen oder anderen fremdsprachlichen Programmen. Diese zweite Analyse beruht auf Daten der Studie „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“ (AID:A). Abschließend untersuchen wir mithilfe von Eurobarometer-Daten, ob junge Europäer je nach Herkunftsland unterschiedliche Chancen haben, an einem längerfristigen schulischen Auslandsaufenthalt teilzunehmen. Insgesamt zeigen unsere Analysen signifikante soziale Ungleichheiten und deutliche Klassenunterschiede im Zugang junger Menschen zu transnationalem Humankapital.

Themen: Migration, Bildung

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