Arbeitsmarkt- und geschlechtsdifferenzielle Einflussfaktoren für die Ausübung einer geringfügigen Nebenbeschäftigung

Weitere referierte Aufsätze

Tanja Schmidt, Dorothea Voss

In: Industrielle Beziehungen 21 (2014), 1, 36-57

Abstract

Seit einiger Zeit ist eine Zunahme der geringfuegigen Nebenbeschaeftigung zu beobachten. Damit stellt sich die Frage nach den Bestimmungsgruenden fuer die Ausuebung dieser so genannten Neben-Minijobs. In diesem Beitrag wird auf der Basis eines hybriden Panelmodells mit Daten des sozio-oekonomischen Panels untersucht, inwiefern arbeitsmarkt- und geschlechtsdifferenzielle Einflussfaktoren die Ausuebung von Neben-Minijobs erklaeren koennen. Die Analysen zeigen, dass die Branche und die Arbeitszeit der Haupttaetigkeit einen starken Einfluss darauf haben, ob ein Neben-Minijob ausgeuebt wird. Auch der Haushaltskontext, modelliert durch den Familienstand, das individuelle und das Haushaltseinkommen erklaert die Ausuebung Neben-Minijobs. Insgesamt wird deutlich, dass sich das Muster der Beweggruende fuer die Aufnahme eines Neben-Minijobs zwischen Frauen und Maennern deutlich unterscheidet. Daher liefern die Analysen weiteren Aufschluss ueber die geschlechtsspezifische Strukturierung des Arbeitsmarktgeschehens in Deutschland. (With the increase in marginal employment, questions remain as to the determinants of these so-called mini-jobs. Using a hybrid panel model, labour market factors as well as gender and household-related factors were examined for men and women using data from the German Socio-Economic Panel. The analysis shows that the rise in marginal secondary jobs is firstly driven by the sector and working time of the first job. Marital status and individual and household income also appear to be crucial factors for performing a marginal secondary job. Overall, the data shows that the rationale for performing a marginal secondary job for women and men differs significantly. Our analysis therefore provides further information on gender segregation patterns in the German labour market.)



Keywords: labour market; gender; atypical employment; household; wages; working time
DOI:
https://doi.org/10.1688/IndB-2014-01-Schmidt

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