Prädiktoren des Berufserfolgs von Hochschulabsolventen: Befunde aus dem Sozio-Ökonomischen Panel

Weitere referierte Aufsätze

Johannes Schult

In: Wirtschaftspsychologie 14 (2012), 4, 82-91

Abstract

Mit Hilfe von repräsentativen Längsschnittprofilen (154 ≤ n ≤ 589) wird untersucht, wie weit Schulleistungen und Persönlichkeitseigenschaften mit dem Berufserfolg von Hochschulabsolventen zusammenhängen. Als einziger Big-Five-Faktor zeigt Gewissenhaftigkeit eine substanzielle prädiktive Validität hinsichtlich der Arbeitszufriedenheit zwei Jahre nach Ende des Studiums. Bei der Prognose des Einkommens sind fachliche Interessen, beruflicher Status und Mathematik-Schulnoten die besten Prädiktoren. Dabei kann die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern durch sozio-ökonomische und motivationale Faktoren nicht vollständig erklärt werden. Einkommensunterschiede bei den Interessendimensionen nach Holland (1997) reflektieren geschlechtsspezifische Präferenzen bei der Studienfachwahl. Weiterhin zeigt sich, dass sich eine niedrige Ausprägung der Persönlichkeitseigenschaft Verträglichkeit bei Frauen, nicht jedoch bei Männern negativ auf das Gehalt auswirkt.



Keywords: Berufserfolg, Arbeitszufriedenheit, Geschlechtsunterschiede, prädiktive Validität, Big Five, Schulnoten

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