Betreuung von Schulkindern - Ein weiterer Schlüssel zur Aktivierung ungenutzter Arbeitskräftepotenziale?

Diskussionspapiere extern

Verena Tobsch

Berlin: DIW Berlin, 2013,
(SOEPpapers 573)

Abstract

Wenn es um die Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht, wird meist die Betreuungsproblematik von erwerbswilligen und erwerbstätigen Müttern mit Kleinkindern betrachtet. Diese Analysen zeigen jedoch, dass ein Ausbau der Betreuung von Schulkindern in Deutschland ähnliche Effekte erzielen kann wie die vielfach diskutierte und anlysierte Wirkung der Kleinkindbetreuung. Auf Basis der Daten des sozio-ökonomischen Panel (SOEP) aus dem Jahr 2009 lässt sich in Westdeutschland ein Beschäftigungszuwachs von etwa fünf Prozent nachweisen. Für erwerbstätige Mütter ergibt sich zusätzlich eine Ausweitung des geleisteten Arbeitsvolumens um knapp zehn Prozent. Damit wäre das Arbeitskräftepotenzial – gemessen an den Erwerbswünschen – inWestdeutschland noch nicht ausgeschöpft. Für Ostdeutschland hingegen sind die Effekte deutlich geringer und statistisch nicht signifikant nachweisbar.



Keywords: Labour supply, work life balance, child care, school
Externer Link:
http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.425562.de/diw_sp0573.pdf

keyboard_arrow_up