Liebe SOEP-Community,
wir starten mit guten Neuigkeiten in den Sommer: Die neuesten SOEP-Daten (v40) sind veröffentlicht und können ab sofort angefordert werden (mehr dazu unter „Data Service“). Besonders freuen wir uns, die Bestellung von Sabine Zinn als Direktorin des SOEP und in den Vorstand des DIW Berlin durch das Kuratorium des DIW Berlin verkünden zu dürfen (siehe „News and Events“).
In der zweiten Ausgabe des SOEPnewsletters 2025 erfahren Sie alle wichtigen Informationen zu den aktuellen Datenveröffentlichungen (siehe „Data Service“), Neuigkeiten aus der Feldarbeit und Forschung sowie zu anstehenden und vergangenen Veranstaltungen (siehe „News and Events“). Wie gewohnt stellen wir eine Auswahl spannender neuer Publikationen auf Basis von SOEP-Daten vor (siehe „Veröffentlichungen“) und informieren über Neuigkeiten zu unseren SOEP-Mitarbeitenden (siehe „Staff News“).
Wir wünschen viel Freude beim Lesen!
Ihr Team vom SOEP-Bereich Wissenstransfer
P.S. Beachten Sie bitte auch unsere Stellenangebote: Zurzeit suchen wir einen Postdoc für das ERC-Projekt "WEALTHTRAJECT: Understanding Trajectories of Wealth Accumulation and Their Variability".
SOEP-Core-Daten 1984–2023 (v40) ab jetzt erhältlich
Alle registrierten Datennutzer*innen können die neueste Datenedition v40 (DOI: 10.5684/soep.core.v40eu) ab sofort über unser Online-Bestellformular bestellen.
Auf Deutsch: http://www.diw.de/SOEPbestellung
Auf Englisch: http://www.diw.de/SOEPorder
Die wichtigsten Neuigkeiten für die v40:
Weitere Details zur aktuellen Datenlieferung finden Sie als mitgeliefertes „WhatsNew“-Dokument im Datenpaket oder hier.
Daten-Veröffentlichung: Die neue Datenedition SOEP-IS 2023 ist verfügbar
Die Daten der SOEP-Innovationsstichprobe aus dem Erhebungsjahr 2023 sind nun verfügbar. Nach dem offiziellen Embargo sind auch die innovativen Module aus dem Jahr 2022 in diesem Release enthalten.
Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Website der Veröffentlichung, paneldata.org and SOEP-IS-Companion. Die Daten können über das Online-Bestellformular bezogen werden.
Umstellung im Methodendesign der SOEP-Core-Erhebung 2025
Für die diesjährige SOEP-Core-Befragung und die der IAB-SOEP Migrationsstichprobe wurde ein Push-to-Web-Ansatz ausgewählt, der bereits durch das britische Panel Understanding Society erprobt und wissenschaftlich ausgewertet wurde (lesen Sie hierzu: Going Online with a Face-to-Face Household Panel: Effects of a Mixed Mode Design on Item and Unit Non-Response | Survey Research Methods): Randomisiert wurden 50 % der teilnehmenden Haushalte zur selbstadministrierten Onlineteilnahme (CAWI) eingeladen, die anderen 50 % erhielten die gewohnte Einladung zum persönlichen Interview (CAPI). An die CAWI-Startmethode schloss sich nach acht Wochen ein CAPI-Follow-Up für diejenigen an, die nicht auf Einladung und Erinnerungen reagierten. Mit dieser Umstellung macht das SOEP einen Schritt in Richtung schnellere Datenerhebung und -bereitstellung.
Knapp drei Monate nach Feldstart lässt sich eine positive Zwischenbilanz ziehen, sodass auch für 2026 eine Aufteilung der Startmethoden in Planung ist. Die in diesem Jahr gewonnenen Erfahrungen sollen für das kommende Erhebungsjahr adaptiv genutzt werden. Mit einem Tailored-Mode-Design soll eine hohe Ausschöpfung und weiterhin sehr hohe Datenqualität sichergestellt werden. Dazu wird analysiert, bei welchen Haushalten die CAWI-Startmethode gut funktioniert und für welche Haushalte sich persönliche Interviews (CAPI) besser eignen. Auf Basis dieser Analysen werden ca. 60 % der Haushalte im Jahr 2026 eine Einladung zu den persönlichen CAPI-Interviews erhalten und ca. 40 % zur Onlineteilnahme eingeladen. Somit vertraut das SOEP bei mehr als der Hälfte aller Befragungshaushalte weiterhin auf die renommierte CAPI-Methode, nutzt gleichzeitig aber auch die Potenziale der CAWI-Methode.
Sabine Zinn zur SOEP-Direktorin und in den DIW-Vorstand bestellt
Das Kuratorium des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat die Sozialwissenschaftlerin Sabine Zinn in den DIW-Vorstand und zur Direktorin des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) bestellt. Zinn hat derzeit die Leitung des SOEP im DIW Berlin kommissarisch inne.
„Wir freuen uns, mit Sabine Zinn die Wunschkandidatin des Kuratoriums, der Zuwendungsgeber und des DIW-Vorstands gefunden zu haben“, so Kuratoriumsvorsitzende Sigrid Nikutta, Vorstand Güterverkehr der Deutschen Bahn AG und Vorstandsvorsitzende der DB Cargo AG. „Sabine Zinn ist eine herausragende Wissenschaftlerin, die mit ihrer Forschung die gesellschaftliche Relevanz des DIW Berlin und des SOEP als exzellente Datengrundlage für Wissenschaft und Politik weiter stärken wird. Nach über 40 Jahren wird das SOEP damit erstmals von einer Frau geleitet werden.”
DIW-Präsident Marcel Fratzscher ergänzt: „Sabine Zinn kennt das SOEP und die Dateninfrastruktur außergewöhnlich gut und hat diese in den vergangenen Jahren auf exzellente Weise mitgeprägt. Sie bringt sowohl die notwendigen methodologischen Kenntnisse mit als auch eigene Forschungsbeiträge zur Weiterentwicklung des SOEP und des gesamten Instituts.” Zinn habe gezeigt, dass sie das SOEP durch ihre hervorragenden Netzwerke und zahlreiche renommierte Drittmittelprojekte stetig weiterentwickelt, und sich zudem als exzellente Wissenschaftsmanagerin erwiesen.
Sabine Zinn fühlt sich geehrt und freut sich, dass das Kuratorium sie damit betraut, das SOEP als Direktorin weiterzuentwickeln, und dass sie in den DIW-Vorstand berufen wird: „Gemeinsam mit allen Mitarbeitenden des SOEP möchte ich dazu beitragen, die sozialwissenschaftliche Forschung nachhaltig zu fördern und wichtige Impulse für Politik und Gesellschaft zu setzen.“
Spotlight: SOEP-Forschung in den Medien
Die Forschung mit den SOEP-Daten wird immer häufiger von Journalist*innen aufgegriffen. Allein zwischen 2022 und 2024 erschienen 600 Berichte in Print- und Onlinemedien, die sich auf SOEP-Daten berufen – der Trend geht aufwärts. Häufig kontaktieren uns Journalist*innen auch mit speziellen Anfragen, die sie dann mithilfe der Expert*innen aus dem SOEP-Team bearbeiten. Wie einsam sind die Menschen in NRW? Wieviel spenden Privathaushalte? Dies sind nur einige Beispiele.
Zurzeit stehen vor allem die folgenden Themenbereiche hoch im Kurs:
Auf unserer Website haben wir ausgewählte Berichte für Sie zusammengestellt; auch Podcasts und TV-Beiträge sind dabei. Dort finden Sie auch ein aktuelles Video des DIW Berlin, in dem Sabine Zinn das SOEP vorstellt.
Bisherige Medien-Highlights in diesem Jahr sind:
Sabine Zinn in der Tagesschau (03.03.2025), Thema: Vorstellung des aktuellen Berichts zur Lebenssituation ukrainischer Geflüchteter in Deutschland
Die #ManyDaughters-Studie ist offiziell gestartet!
Wir freuen uns, den Start der internationalen Forschungsinitiative #ManyDaughters unter der Leitung von Levent Neyse und dem Lab2-Team bekanntzugeben: Die Studie untersucht, wie Töchter zu haben Verhalten, Präferenzen und Einstellungen beeinflusst, also wie sie die Gesellschaft prägen. Forschende aus allen Bereichen der Sozialwissenschaften sind eingeladen, an diesem Gemeinschaftsprojekt teilzunehmen. Dabei werden Daten aus dem Sozio-ökonomischen Panel (SOEP) genutzt, um vier zentrale Hypothesen über die Auswirkungen von Töchtern auf verschiedene Ergebnisse zu testen.
Weitere Details finden Sie auf der offiziellen Website der Studie: www.manydaughters.com und www.labsquare.net.. Für weitere Informationen kontaktieren Sie Levent Neyse.
SOEP Survey Committee Meeting
Anfang Juni hat das regelmäßige Treffen des SOEP Survey Rates stattgefunden – es war für uns ein produktiver Austausch mit sehr wertvollen fachlichen Empfehlungen des Komitees: Besten Dank an alle Mitglieder für Zeit und Einsatz!
Gemeinsames Abendessen während des Beiratstreffens im Juni 2025, von links nach rechts: Christian Hunkler, Sabine Zinn, Caezilia Loibl, Carsten Schröder, Joachim Winter, Philipp Lersch, Tobias Schmidt, Philippe van Kerm, Annette Scherpenzeel
© DIW Berlin
SOEP-Vortrag bei der Langen Nacht der Wissenschaften
Auch in diesem Jahr nimmt das SOEP/DIW Berlin unter dem Dach der Leibniz-Geschäftsstelle an der Langen Nacht der Wissenschaften teil. Gemeinsam mit weiteren Leibniz-Instituten wurde ein abwechslungsreiches und spannendes Programm zusammengestellt. Die Programmpunkte aller teilnehmenden Institutionen sind ab sofort auf den Seiten der Langen Nacht der Wissenschaften zu finden.
WANN: 28. Juni 2025 in der Zeit 17.00 - 23.59 Uhr
WO: Haus der Leibniz Gemeinschaft, Chausseestraße 111, 10115 Berlin
Das DIW Berlin ist mit einem Infostand und drei Vorträgen vertreten, darunter auch einer aus dem SOEP:
Jürgen Schupp | 19.00 Uhr Raum Leipzig
Empirische Ergebnisse des dreijährigen Feldexperiments „Pilotprojekt Grundeinkommen“
Nähere Informationen zum DIW-Programm finden Sie hier. Wir freuen uns über viele Gäste in den Räumen der Leibniz-Gemeinschaft.
SOEP-Sessions und Vorträge bei der 11. ESRA-Konferenz in Utrecht/Niederlande
Die 11. Konferenz der European Survey Research Association (ESRA) findet in Utrecht, Niederlande vom 14. Juli bis 18. Juli 2025 statt.
Das Thema der Konferenz lautet "Promises and problems of new and alternative data sources and data formats for survey research. Methodological challenges and substantive conclusions".
21 Wissenschaftler*innen aus dem SOEP leiten 13 Sessions oder präsentieren in mehr als 10 Vorträgen ihre Arbeit. Eine Übersicht zu den SOEP-Vorträgen finden Sie hier (PDF, 516.21 KB).
Außerdem ist das SOEP mit einem eigenen Infostand auf der Konferenz vertreten. Kommen Sie vorbei und erfahren Sie mehr über Neuigkeiten aus dem Institut und der Datenwelt des SOEP.
SOEP-Workshop und -Panel auf der VfS-Jahrestagung 2025
Die VfS-Jahrestagung 2025 findet unter der Überschrift „Revival of Industrial Policy“ an der Universität zu Köln vom 14. bis 17. September statt. Die diesjährige Tagung widmet sich dem Comeback der Industriepolitik aus wissenschaftlicher und politischer Sicht. Erste Informationen zum Programm sind auf der VfS-Website zu finden.
Das SOEP ist mit einem Stand und in Person von Levent Neyse vertreten. Er ist Mitglied vom VfS Open Science Schwerpunkt und Co-Organisator des Open Science Workshops.
Außerdem findet am DIW Berlin am 15. September das VfS-Panel zur offenen Wissenschaft statt.
Für weitere Informationen kontaktieren Sie Levent Neyse.
SOEP-Sessions auf dem 42. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie
Der 42. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie findet in Duisburg an der Universität Duisburg-Essen (Campus Duisburg) vom 22. bis 26. September 2025 statt.
“Transitionen” als Leitbegriff für diesen Kongress soll vor allem die Verläufe und Dynamiken gesellschaftlicher, institutioneller und individueller Veränderungen in ihren unterschiedlichen Qualitäten fokussieren. Der Blick liegt damit stärker als in Konzeptionen des sozialen Wandels auf den Prozessen des Übergangs mit ihren Momenten des Dazwischen, der Kontingenz und der Offenheit wie auch möglicher Regelhaftigkeit, Regulierung und Gerichtetheit weiterer Entwicklungen.
Sabine Zinn organisiert zusammen mit Marc Hannappel (Koblenz), Knut Petzold (Zittau/ Görlitz) und Hawal Shamon (Jülich) eine Session der Sektion „Modellbildung und Simulation“ mit dem Thema: Analytische Perspektiven auf Transitionsprozesse: Muster und Mechanismen Organisation.
Außerdem hält sie in diesem Rahmen zusammen mit Felix von Heusinger den Vortrag „Die Simulation Intergenerationaler Transfers von Wohneigentum“. Auch in Duisburg wird es einen SOEP-Informationsstand vor Ort geben.
SOEP-Vortrag beim Workshop “Processes of Cumulative (Dis)Advantage in the Study of Inequalities: Theories, Conceptual Models, and Analytical Methods”
Der Workshop “Processes of Cumulative (Dis)Advantage in the Study of Inequalities: Theories, Conceptual Models, and Analytical Methods" der Universität Mannheim findet vom 30. September bis 1. Oktober 2025 in Mannheim statt.
Philipp Lersch referiert über bereichsübergreifende kumulative Vorteile, die Wohlstands- und Gesundheitsverläufe kombinieren.
Leibniz-Tag der offenen Wissenschaft 2025: Better Science for Better Policies
Wir veranstalten den Leibniz Open Science Day 2025: Better Science for Better Policies mit ZBW, RWI, DIW Berlin, WZB und mit Unterstützung von Lab2. Der Workshop findet am 27. Oktober in der Zentrale der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin statt.
Eingeladen sind insbesondere Beiträge zur Verlässlichkeit, Glaubwürdigkeit und Verallgemeinerbarkeit empirischer Arbeiten an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik, aber auch Beiträge zu allen metawissenschaftlichen Themen in den Sozialwissenschaften sind willkommen, u.a. zu:
Weitere Informationen zu Einreichungen finden Sie auf der Website des Workshops oder direkt beim Co-Organisator Levent Neyse.
Bericht: Erfolgreiche Durchführung der SOEPcampus Online Workshopreihe im Juni 2025
Im Juni 2025 ist unsere Online-Seminarreihe "SOEPcampus: Learn to Use the SOEP Over Lunch" mit neuer Workshop-Leitung durch Cristóbal Moya und mehr als 70 Teilnehmenden erfolgreich zurückgekehrt.
Der Workshop bot eine umfassende, praxisnahe Einführung in die Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP). Die Teilnehmenden lernten den Inhalt der Studie, die Datenstruktur, die Stichprobenauswahl und die Gewichtungsstrategie kennen und erhielten einen Überblick über die Studiendokumentation.
Weitere Workshops sind sowohl in Präsenz als auch online für Herbst 2025 geplant. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Webseite oder melden sich in unserer Mailingliste an.
SOEP Visiting Young Scholar Program (VYSP) – unser Gästeprogramm für Nachwuchsforschende
Nachwuchsforschende werden am SOEP in einem eigenen Gästeprogramm gefördert, dem SOEP Visiting Young Scholar Program (VYSP). Jedes Jahr können wir für unsere Gäste in diesem Programm einen Teil der Reise- und Übernachtungskosten für Forschungsaufenthalte von einer Dauer von maximal drei Monaten übernehmen.
Auf das VYSP können sich Forschende bis 35 Jahre bewerben, die ausschließlich oder in Kombination mit SOEP-Daten Analysen durchführen (möchten). Bitte reichen Sie Ihren Lebenslauf und eine kurze Beschreibung Ihres Forschungsvorhabens (nicht länger als drei Seiten) bei uns ein. In Ihrer Bewerbung sollten Sie auch Angaben zum Zeitrahmen und den zu verwendenden SOEP-Daten machen. Darüber hinaus erwarten wir, dass Sie die Ergebnisse Ihrer Arbeit nach Ende Ihres Gastaufenthalts in unserer Working Paper-Reihe veröffentlichen.
Bewerbungen sind jederzeit möglich! Bitte bedenken Sie, dass wir zur Bearbeitung einige Monate Vorlaufzeit benötigen.
Für eine Bewerbung wenden Sie sich bitte an Janina Britzke.
Weitere Informationen zu den SOEP-in-Residence-Programmen finden Sie hier.
Jahresbericht 2024: Personen, Projekte und Publikationen des SOEP im Jubiläumsjahr
Im vergangenen Jahr feierte das SOEP seinen 40. Geburtstag mit zahlreichen hochkarätigen Gästen, Kolleg*innen und Unterstützer*innen. Doch nicht nur das: Mit 49 laufenden Drittmittelprojekten erreichte das SOEP eine Fördersumme von insgesamt 11 Millionen Euro. Der wichtige Forschungsschwerpunkt „Soziale Ungleichheiten und Verteilung“ wurde weiter gestärkt: Die neue Forschungsgruppe "Lebensverlauf und Ungleichheit“ unter der Leitung von Philipp Lersch ging mit gleich zwei hochkarätigen Projekten an den Start. Gleichzeitig begann ein von der Fritz Thyssen Stiftung gefördertes Projekt zum Thema Erbschaften und Ungleichheit.
Auch 40 Jahre nach ihrem Beginn bleibt die Studie dynamisch: Im Jahr 2024 gingen zwei neue Stichproben ins Feld, und ein Experiment testete die Einstellungen der Menschen zum CO2-Fußabdruck.
Forschende des SOEP steuerten zahlreiche Artikel zum „Sozialbericht 2024“ bei, der zusammen mit anderen Expert*innen in Sozialforschung und amtlicher Statistik die Lebensverhältnisse in Deutschland genau analysiert. Der Bericht leistet damit einen unerlässlichen Beitrag zu einer umfangreichen, verlässlichen und schnell zugänglichen Sozialberichterstattung für Deutschland. Die Artikel der SOEP-Autor*innen behandeln unter anderem die Themen Migration, psychische Gesundheit und Einkommensgerechtigkeit.
Der Jahresbericht für 2024 steht nun druckfrisch und zum pdf-Download (PDF, 6.75 MB) bereit.
Zwei neue Publikationen zur Verknüpfung von administrativen mit SOEP-Daten
Das SOEP bietet zwei Datenprodukte an, in denen die Umfragedaten mit Verwaltungsdaten der Sozialversicherung (Arbeitslosen- und Rentenversicherung) verknüpft werden. In beiden Verwaltungsdatensätzen sind die sozialversicherungspflichtigen Erwerbseinkommen an der Beitragsbemessungsgrenze zensiert. Wenn Sie sich für Tail-Imputationen von zensierten Daten interessieren, ist vielleicht unser neuestes Papier, das auf den verknüpften Daten basiert, für Sie interessant: "Dealing with censored earnings in register data". Diese Arbeit ergänzt einen kürzlich erschienenen Artikel im Stata Journal, in dem der einfach zu verwendende Befehl beyondpareto.ado vorgestellt wird: "The beyondpareto command for optimal extreme-value index estimation".
Ein neues Befragungsmodul im SOEP-Core 2025 zu Einstellungen zu Künstlicher Intelligenz
Künstliche Intelligenz (KI) verändert unseren Alltag – sei es im Beruf, in der Medizin oder in der Bildung. Doch wie stehen Menschen eigentlich zu KI? Um das besser zu verstehen, wurde ein neues Befragungsinstrument entwickelt: die ATTARI-WHE-Skala.
Dieses kurze Modul mit nur neun Fragen erfasst, wie Menschen in Deutschland KI in den Bereichen Arbeit, Gesundheit und Bildung bewerten – also genau dort, wo KI besonders oft eingesetzt wird. Für jede dieser drei Lebensbereiche gibt es drei Fragen.
Die neue Skala wurde an über 1.000 Personen getestet und zeigt sehr gute Ergebnisse: Die meisten Teilnehmenden beantworteten alle Fragen vollständig und ohne erkennbare Verzerrungen. Außerdem funktionierte das Instrument zuverlässig – unabhängig von Geschlecht, Alter, Bildungsstand oder Beschäftigungssituation.
Die ATTARI-WHE-Skala wird im SOEP-Core 2025 erstmals eingesetzt. Dank ihrer Kürze eignet sie sich besonders gut für größere Umfragen, Online-Studien oder langfristige Befragungen.
Mit dem neuen Modul soll ein besseres Verständnis dafür entstehen, wie Menschen über KI denken – und was es braucht, damit sie ihr vertrauen.
Gnambs, T., Stein, J. P., Appel, M., Griese, F., & Zinn, S. (2025). An economical measure of attitudes towards artificial intelligence in work, healthcare, and education (ATTARI-WHE). Computers in Human Behavior: Artificial Humans, 3, 100106. DOI: 10.1016/j.chbah.2024.100106.
Pilotprojekt Grundeinkommen: kein Rückzug vom Arbeitsmarkt, aber bessere mentale Gesundheit
„Mit den Ergebnissen, insbesondere zum Arbeitsmarktverhalten, können manche Klischees wie das von der sozialen Hängematte versachlicht werden. Auch wenn das bedingungslose Grundeinkommen derzeit nicht auf der politischen Agenda steht, werden für den dringend erforderlichen Umbau der Sozialsysteme alle Reformoptionen in Betracht gezogen werden müssen – auch das bedingungslose Grundeinkommen.“ Jürgen Schupp
Im Juni 2021 startete in Deutschland ein groß angelegtes Feldexperiment zum bedingungslosen Grundeinkommen. Zwei in diesem Wochenbericht zusammengefasste Studien unter der Leitung von Jürgen Schupp und Mitarbeit von Sandra Bohmann untersuchen, wie sich bedingungslose Geldtransfers in Höhe von monatlich 1200 Euro über einen Zeitraum von drei Jahren auf das Ausgaben- und Arbeitsmarktverhalten sowie auf verschiedene Indikatoren der mentalen Gesundheit und des subjektiven Wohlbefindens auswirkten. Die 107 Teilnehmenden sparten rund ein Drittel der Geldzahlungen und damit mehr als doppelt so viel wie die aus 1580 Personen bestehende Vergleichsgruppe. Knapp acht Prozent der Geldzahlungen gaben sie für wohltätige Zwecke oder zur Unterstützung von Familien- und Freundes-Netzwerken aus. Die Teilnehmenden zogen sich weder aus dem Arbeitsmarkt zurück noch reduzierten sie signifikant ihre geleisteten Arbeitsstunden. Die Zahlungen führten jedoch zu einer signifikanten Verbesserung der mentalen Gesundheit und einem Anstieg der allgemeinen Lebenszufriedenheit sowie weiterer Indikatoren des Wohlbefindens. Die Ergebnisse, dargestellt im DIW-Wochenbericht 15/2025, (PDF, 428.84 KB) liefern einen evidenzbasierten Baustein zur Versachlichung der sozialpolitisch relevanten Debatte von bedingungslosen Geldzahlungen.
Der rbb hat das Projekt begleitet, die 6-teilige Dokureihe „Der große Traum: Geld für alle“ ist in der ARD-Mediathek abrufbar.

Infografik für Bohmann, S., Susann Fiedler, Max Kasy, Jürgen Schupp und Frederik Schwerter (2025): Pilotprojekt Grundeinkommen: kein Rückzug vom Arbeitsmarkt, aber bessere mentale Gesundheit. DIW- Wochenbericht 15/2025, 221-229. (Audio-)Interview mit Sandra Bohmann (DIW).
Schulkompetenzen in Deutschland stärker von sozialer Herkunft geprägt als in anderen Ländern
Sprach- und Mathekompetenzen von Schulanfänger*innen in Deutschland hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in anderen Ländern. Zu diesem Ergebnis kommen die Studienautoren Jascha Dräger und Thorsten Schneider (Universität Leipzig) im DIW-Wochenbericht 14/2025 (PDF, 350.32 KB). Für ihre Analyse haben sie repräsentative Datensätze aus Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden (am Beispiel der Stadt Rotterdam), den USA und Japan ausgewertet und verglichen. Es zeigt sich: Bei sprachlichen Fähigkeiten gibt es nirgends eine stärkere Korrelation mit dem familiären Hintergrund als in Deutschland. Mathekompetenzen sind nur in den USA ähnlich ungleich wie in Deutschland. „Kinder aus Familien mit geringen Einkommen und geringerer elterlicher Bildung starten in Deutschland mit größeren Bildungsnachteilen in die Schule als in vielen anderen Ländern“, so Jascha Dräger. „Dies liegt unter anderem daran, dass frühkindliche Bildungsangebote hierzulande nicht flächendeckend und kostenfrei zur Verfügung stehen.“ In Frankreich beispielsweise, wo der Einfluss der sozialen Herkunft deutlich geringer ist, gibt es ein umfassendes und gut ausgebautes System kostenloser frühkindlicher Betreuung.

Infografik für Dräger, J. und T. Schneider (2025): Sprach- und Mathekompetenzen hängen in Deutschland bei Schulstart stärker von sozialer Herkunft ab als in anderen Ländern. DIW- Wochenbericht 14/2025, 209-215. Video-Interview mit Jascha Dräger (DIW) auf Youtube. (Audio-)Interview mit Jascha Dräger (DIW).
Levent Neyse wurde zum Langzeit-Gastwissenschaftler an der London School of Economics and Political Science, Abteilung für Psychologie und Verhaltenswissenschaften, ernannt.
GOR Best Thesis Award 2025 für Julia Witton
Für die Präsentation ihrer am SOEP angefertigten Masterarbeit „Satisficing in a German Self-Administered Probability-Based Panel Survey“ wurde Julia Witton durch die Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung (DGOF) bei der General Online Research Conference (GOR 25) Anfang April mit dem Best Thesis Award ausgezeichnet. Der Preis ist mit 500 € dotiert. Wir gratulieren zu dieser herausragenden Auszeichnung!
Julia Witton erhält den GOR 25 Thesis Award auf der 27. General Online Research Conference
© DIW Berlin
Juliane Zenker ist seit dem 1. April 2025 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Angewandte Panelanalysen für das Projekt SOEP-LEE2 tätig.
ECPD: Invitation: Freedom of Science, Diversity, and Public Health — 3 July at the Hertie School
We are pleased to invite you to an important public event on the future of open and inclusive research: Freedom of Science, Diversity, and Public Health – on Thursday, 3 July 2025, at Hertie School, Friedrichstraße 180, 10117 Berlin. Click here to register. For more information click here.
Organized by the Einstein Center Population Diversity (ECPD) and the Hertie School, this event will address the growing pressures on scientific freedom as democratic values decline and research funding becomes more constrained. In particular, it will explore how restrictions on academic inquiry – especially in the fields of public health, gender, and diversity – affect society at large, and why safeguarding open, inclusive, and well-supported research environments is critical.
The event will take the form of a moderated podium discussion, with ample time for audience engagement and informal exchange with everybody interested in the intersection of science, diversity, and public health.
GESIS Summer School in Survey Methodology 2025
The GESIS Summer School 2025 will take place from 23 July to 15 August 2025 – some courses will be held onsite in Cologne and some online.
Join lecturers and participants from all over the world and from many different fields in meeting in person and online to take part in Europe’s leading summer school in survey methodology, research design, and data collection. There is no registration deadline, but places are limited and allocated on a first-come, first-served basis.
Go to www.gesis.org/summerschool for an overview of this year’s.
There is no registration deadline, but places are limited and allocated on a first-come, first-served basis. You will find the full program, detailed course descriptions, and more information here.