12. April 2011

Berlin Lunchtime Meeting

Naturgefahren, Atomrisiken - Wir brauchen ökonomische Strategien des gesellschaftlichen Risikomanagements!

Termin

12. April 2011
13:00 - 13:45 (Lunch Buffet)
14:00 - 15:45

Ort

Schumpeter Saal
DIW Berlin im Quartier 110
Mohrenstraße 58
10117 Berlin
DIW Berlin, IZA Bonn, OECD Centre und CEPR London laden ein zum
Berlin Lunchtime Meeting.

Prof. Dr. Reimund Schwarze, Climate Service Center Germany am Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Hamburg
Dr. Jochen Diekmann, DIW Berlin
Prof. Dr. Gert G. Wagner, DIW Berlin

Die Zahl der großen Naturkatastrophen mit dramatischen Folgen (Tausende von Todesopfern und/oder Schäden in Milliardenhöhe) stieg seit Anfang der 50er Jahre von durchschnittlich drei pro Jahr auf derzeit etwa acht pro Jahr. Und: Klimaforscher sind sich sicher, dass sich die Katastrophen weiter häufen werden. Der Klimawandel kann zwar gebremst werden, aber die Welt muss sich auf eine wachsende Zahl von Extremereignissen wie Starkregen, Fluten, Stürme und Dürren einstellen. Da aber immer mehr Gebiete der Welt immer dichter besiedelt sind, richten diese Phänomene auch immer häufiger großen Schaden an. Damit steigt auch die Zahl der Schadensfälle durch Sturm, Flut, Trockenheit, Schnee und Starkregen. In der Sprache der Versicherungen sind das Elementarschäden.

Das Ausmaß dieser Schäden lässt sich - zumindest in den hoch entwickelten Volkswirtschaften wie Deutschland - reduzieren. Zum Beispiel durch die Einführung einer Versicherungspflicht. Flächendeckend führt eine solche Versicherung nicht nur dazu, dass Katastrophenopfer schneller und sicherer Hilfe erhalten. Versicherungsprämien, die Vorsorge belohnen, helfen, die Welt sicherer zu machen.
In diesem Zusammenhang ist auch danach zu fragen, wer für Schäden durch große Unfälle in Kernkraftwerken aufkommt. Die bisherigen Regelungen zur Haftung und Deckungsvorsorge sind sehr unterschiedlich und angesichts möglicher Schäden insgesamt unzureichend.

Prof. Dr. Reimund Schwarze ist Leiter der Abteilung "Ökonomie und Politik" an der nationalen Klimaagentur - CSC in Hamburg und Sprecher für den Bereich „Ökonomie des Klimawandels" der Klimainitiative der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF). Er befasst sich mit den ökonomischen Folgen des Klimawandels und Fragen der internationalen Klimapolitik. Er entwickelt mit seinem Team Strategien, wie die mit dem Klimawandel einhergehenden Risiken, aber auch Chancen effektiv an Entscheider aus Politik und Wirtschaft sowie die breite Öffentlichkeit vermittelt werden können. Er ist Professor für internationale Umweltökonomie an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/ Oder.
Dr. Jochen Diekmann ist stellvertretender Leiter der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am DIW Berlin. Er befasst sich mit politischen Nachhaltigkeitsstrategien und Maßnahmen. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Energiewirtschaft, Energie- und Umweltpolitik, Mikroökonomik.
Univ.-Prof. Dr. rer. oec. Gert G. Wagner ist Vorstandsvorsitzender des DIW Berlin, Lehrstuhlinhaber für Empirische Wirtschaftsforschung und Wirtschaftspolitik an der TU Berlin sowie Max Planck Fellow am MPI für Bildungsforschung (Berlin). Wagner ist Vorsitzender der Zensuskommission der Bundesregierung und des Rats für Sozial- und Wirtschaftsdaten, Mitglied des Statistischen Beirats sowie Mitglied im Methodology and Infrastructure Committees (MIC) des britischen Economic and Social Research Councils (ESRC).

Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an dieser Veranstaltung und bitten Sie, Ihre verbindliche Anmeldung via e-mail an events@diw.de zu senden.

Kontakt

Ralf Messer

Mitarbeiter der Abteilung in der Abteilung Kommunikation