Reservefonds gegen Naturkatastrophen auf nationaler und europäischer Ebene

Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 4 / 2008, S. 69-79

Stefan Hochrainer

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Abstract

Katastrophenfonds funktionieren nach dem Prinzip der Kapitalakkumulation. Sie werden teilweise auf nationaler und europäischer Ebene eingesetzt, um sich gegen die finanziellen Schäden, verursacht durch extreme Naturereignisse, zu schützen. Basierend auf Beispielen in Europa, wie dem österreichischen Katastrophenfonds sowie dem europäischen Solidaritätsfonds, werden die Vor- und Nachteile von Reservefonds aufgezeigt und mögliche Lösungsvorschläge für gegenwärtige Probleme präsentiert. Vor allem die nichtrisikobasierte Anwendung wird als Problem betrachtet. Es werden Methoden vorgestellt, wie ein wahrscheinlichkeitstheoretischer Ansatz aussehen könnte, um sowohl direkte als auch indirekte Schäden bei der Analyse mit einzubeziehen und daraus Strategien zu entwickeln, die sich langfristig als nachhaltig erweisen.

Catastrophe reserve funds are used to cover the potential costs of a disaster by capital accumulation. Based on examples in Europe, especially the national disaster fund in Austria and the European Solidarity Fund, the advantages and disadvantages of such a risk management instrument are shown and possible solutions are proposed. The main criticism is the non-risk based approach of these instruments. Methodologies how one can incorporate direct as well as indirect losses within a probability based approach are presented.



JEL-Classification: G22;Q54
Keywords: Nationale Reservefonds, Naturkatastrophen, Hochwasser, europäischer Solidaritätsfonds, österreichischer Katastrophenfonds, risikobasierte Ansätze
DOI:
https://doi.org/10.3790/vjh.77.4.69
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/99534