Vorausschätzung des Ersatzinvestitionsbedarfs für die Bundesverkehrswege: steigender Anteil der Ersatzinvestitionen an den Brutto-Anlageinvestitionen

DIW Wochenbericht 16 / 1985, S. 195-201

Bernd Bartholmai, Heinz Enderlein, Joachim Niklas

get_appGesamtausgabe/ Whole Issue (PDF  1.65 MB)

Abstract

Die Funktionsfähigkeit der Bundesverkehrswege (Bundesautobahnen, Bundesstraßen, Wasserstraßen, Schienennetz der DB) kann nur gewahrt werden, wenn der hohe Standard dieses Netzes durch ständige Erhaltungsmaßnahmen gesichert wird. Eine vom DIW im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums durchgeführte Untersuchung1 zeigt, daß der Anteil der Ersatzinvestitionen bis zum Jahr 2000 bei den Bundesfernstraßen und bei den Wasserstraßen auf vier Fünftel der Gesamtinvestitionen steigen wird. Bei den Schienenwegen der Deutschen Bundesbahn dürfte sich der Anteil der Ersatzinvestitionen - bei Aufrechterhaltung des gegenwärtig betriebenen Netzes - im gleichen Zeitraum auf nahezu 100 vH erhöhen. Der Spielraum für eine Erweiterung der Wegenetze wird demzufolge zunehmend eingeengt. Die Entwicklung des Ersatzbedarfs ist dabei von der angestrebten Qualität des vorzuhaltenden Wegenetzes abhängig. Ersatzbedarf ist insoweit keine ausschließlich "technische" Größe.

Themen: Verkehr


Die Publikation ist gemäß der Creative-Commons-Lizenz CC-BY-4.0 nachnutzbar: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

keyboard_arrow_up