Das Deutsche Institut fuer Wirtschaftsforschung, Berlin, das Institut fuer Weltwirtschaft an der Universitaet Kiel und das Institut fuer Wirtschaftsforschung Halle legen hiermit im Rahmen des Forschungsvorhabens "Die wirtschaftliche Lage Russlands und Weissrusslands" ihren juengsten Bericht ueber die Wirtschaft Weissrusslands vor. In bezug auf entscheidendende Elemente der Transformation sind in Weissrussland nach wie vor nicht die erforderlichen Fortschritte zu verzeichnen. Die Privatisierung wird politisch nicht ausreichend vertreten und durchgesetzt. Eine deutlich restriktivere Geld- und Fiskalpolitik hat zwar zu einer Absenkung der monatlichen Inflationsraten in den einstelligen Bereich gefuehrt. Zugleich aber hat sich eine hohe zwischenbetriebliche Verschuldung aufgebaut. Der starke Produktionsrueckgang laesst den politischen Druck in Richtung auf hoehere Budgetdefizite und/oder eine Lockerung der Geldpolitik steigen. Insofern haengt die zwischenbetriebliche Verschuldung als Damoklesschwert ueber der monetaeren Stabilisierung. Die Analysen werden weiterhin durch die unzureichende und zum Teil inkonsistente statistische Berichterstattung erschwert. Daher bleiben betraechtliche Unsicherheiten ueber Stand und Verlauf des Transformationsprozesses bestehen.
Themen: Konjunktur
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