Externe Monographien
Elżbieta Głowicka, Thomas Hildebrand, Jan Málek, Weijie Yan, Lukas Gieser, Vedika Hegde, Zachary Herriges, Giulio Pietrobelli, Giulia Santosuosso, Simon Specht, Francesca Urzi, Thomas David, Michael Tröge, Tomaso Duso, Jo Seldeslachts, José María Martín Flores, Nguyen Manh Hiep, Katarzyna Kwiatkowska, Joanna Rachuba, Dorota Skała, Daniel Streitz
Brussels:
European Union,
2026,
359 S.
(Clean, Just and Competitive Transition)
Diese Studie untersucht die Auswirkungen staatlicher Beihilfen für Banken in Schwierigkeiten im Hinblick auf fünf Aspekte: Finanzielle Stabilität, Wettbewerb, langfristige Überlebensfähigkeit der Banken, Marktdisziplin und Moral Hazard, sowie die Effizienz der Beihilferegeln. Anhand eines neuen Datensatzes, der Daten europäischer Banken für den Zeitraum von 2007 bis 2021 mit Informationen der Europäischen Kommission über staatliche Beihilfen für Banken verknüpft, werden die unterstützten Banken mit ähnlichen, jedoch nicht unterstützten Banken mittels Differenz-in-Differenzen-Regressionsanalysen hinsichtlich verschiedener Ergebnisindikatoren verglichen. Regressionsanalysen auf der Ebene der EU-Mitgliedstaaten liefern zusätzliche Erkenntnisse. Im Ergebnis zeigt sich, dass staatliche Beihilfen für Banken in Schwierigkeiten mit einer Verbesserung der finanziellen Stabilität einhergehen und die Marktdisziplin nicht beeinträchtigen. Banken treten innerhalb der ersten fünf Jahre nach Erhalt der Beihilfe entweder aus dem Markt aus oder werden wieder rentabel. Es gibt keine Hinweise auf Wettbewerbsverzerrungen bei Banken, die Beihilfen auf Basis von Einzelbeschlüssen erhielten. Diese machten zusammen 80 % der Beihilfensumme aus und waren meist mit umfangreichen Verpflichtungen verbunden. Banken, die Beihilfen auf Basis von Rettungsbeihilferegelungen erhielten, welche überwiegend mit Liquiditätshilfe verbunden waren, konnten ihre Aufschläge und ihre Rentabilität dagegen vorübergehend steigern, was auf kurzfristige Wettbewerbsverzerrungen hindeutet. Insgesamt scheint allerdings die Kombination aus Einzelbeschlüssen zu Beihilfemaßnahmen mit umfassenden Verpflichtungen und Rettungsbeihilferegelungen für kleinere Banken einen Weg darzustellen, um potenzielle Wettbewerbsverzerrungen mit einem angemessenen Verwaltungsaufwand zu begrenzen.
This study evaluates the impact of State aid for banks in difficulty in five areas of assessment: financial stability, competition, banks’ viability, market discipline and moral hazard, and efficiency of State aid rules. Based on a unique dataset combining European bank-level data between 2007 and 2021 with information on State aid from the European Commission, relevant outcome indicators for aided banks and their matched nonaided control banks are compared via difference-in-difference regression analyses at the bank level. Regressions at the Member State level provide additional descriptive insights. State aid is linked to an improvement in financial stability, and it does not diminish market discipline. Aided banks typically exit the market or return to viability within five years after receiving aid. There is no evidence of competition distortions for banks aided in individual procedures, which account for 80% of the aid and are mostly associated with com-prehensive commitment packages. However, banks aided under schemes, which were predominantly associated with liquidity-like instruments, temporarily increased their markups and profitability, indicating short-term competition distortions. Overall, the mix of individual procedures with comprehensive commitments and standardised aid schemes for smaller banks seems successful at striking a balance of limiting competition distortions with reasonable administrative effort.