Pressemitteilungen

Aktuelle und ältere Presseinformationen des DIW Berlin

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29.11.2017

Mehr Beschäftigung und mehr Geld in der Rentenkasse

Zwei DIW-Studien zu Teilzeitrente und Anhebung der Regelaltersgrenze: Simulationen zeigen positive Beschäftigungseffekte und fiskalische Auswirkungen

Eine Regelaltersgrenze, die relativ zur Zunahme der Lebenserwartung nach dem Jahr 2030 stiege, könnte helfen, die Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung stabil zu halten, ohne dass das Rentenniveau weiter sinkt. Auch eine Teilzeitrente könnte je nach Szenario die Rentenkassen entlasten und die Beschäftigungsquoten erhöhen. Das sind die wichtigsten Ergebnisse aus zwei DIW-Studien, die sich aktuell dem Thema Rente widmen.

22.11.2017

Deutsche Unternehmen stärken Forschung und Entwicklung – im Inland wie im Ausland

DIW-Studie: FuE-Aufwendungen deutscher Unternehmen im Ausland gegenüber 2003 mehr als verdoppelt. Gleichzeitig stiegen aber auch ihre inländischen Investitionen stark – Gros entfällt auf den Kraftfahrzeugbau und die Pharmaindustrie – Anteil ausländischer Unternehmen an den FuE-Investitionen in Deutschland sinkt.

Deutsche Unternehmen haben in den vergangenen Jahren verstärkt im Ausland in Forschung und Entwicklung (FuE) investiert. Zwischen 2003 und 2015 hat sich das jährliche Volumen im Ausland von 10,9 auf 24 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Der Auslandsanteil an den gesamten FuE-Investitionen deutscher Unternehmen betrug damit 35 Prozent. Doch auch im Inland stiegen ihre Aufwendungen für Forschung und Entwicklung um 76 Prozent auf knapp 45 Milliarden Euro. Insgesamt entfielen 60 Prozent der zusätzlichen FuE-Investitionen auf Standorte in Deutschland und 40 Prozent auf das Ausland.

16.11.2017

Bundesländervergleich Erneuerbare Energien: Baden-Württemberg neuer Spitzenreiter vor Mecklenburg-Vorpommern und Bayern

Gemeinsame Pressemitteilung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), des Zentrums für Solarenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) und der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE)

Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern sind im Bereich der Erneuerbaren Energien die führenden Bundesländer. Das ist das Ergebnis des heute veröffentlichten Bundesländervergleichs, den das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) im Auftrag von und in Kooperation mit der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zum fünften Mal erstellt haben. Die Analyse bewertet auf Basis von 59 Indikatoren detailliert die politischen Anstrengungen und Erfolge der Länder bei der Nutzung von Erneuerbaren Energien sowie beim damit verbundenen wirtschaftlich-technischen Wandel. Am Ende der Rangliste stehen Hessen, Berlin und das Saarland.

08.11.2017

Ursache für Frauenmangel in MINT-Berufen? Mädchen unterschätzen ihre Fähigkeiten im Schulfach Mathematik

Jungen halten sich in Mathe für begabter, als es die Noten rechtfertigen – Mädchen bescheinigen sich eher sprachliche Fähigkeiten – Unterschiede sind bereits in der fünften Klasse deutlich und bleiben in höheren Jahrgangsstufen bestehen.

Jungen schreiben sich im Schulfach Mathematik größere Fähigkeiten zu als Mädchen – in einem Ausmaß, das durch die tatsächlichen Schulnoten nicht gerechtfertigt ist. Die entsprechenden Selbsteinschätzungen von Schülerinnen und Schülern, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) untersucht hat, weichen bereits in der fünften Klasse deutlich voneinander ab. Bis einschließlich zur zwölften Jahrgangsstufe bleiben die Unterschiede weitgehend bestehen. Das geht aus einer aktuellen Studie des DIW-Bildungsforschers Felix Weinhardt hervor, der für Deutschland repräsentative Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) ausgewertet hat.

08.11.2017

Abschaffung der Abgeltungsteuer führt zu Steuerausfällen und belastet hohe Einkommen kaum

Geringe Aufkommens- und Verteilungseffekte – Insgesamt leichte Steuerausfälle durch Niedrigzinsphase – Anhebung des Abgeltungsteuersatzes über 25 Prozent hinaus würde moderate Mehreinnahmen erzielen

Eine Abschaffung der pauschalen Abgeltungssteuer für Kapitaleinkünfte in Höhe von 25 Prozent ist weder aus fiskalischer noch aus verteilungspolitischer Sicht sinnvoll, solange die Zinsen so niedrig sind. Würde man Kapitaleinkünfte wieder in den Einkommensteuertarif integrieren, wären bei vollem Werbungskostenabzug und einem Besteuerungsanteil von  60 Prozent bei Dividenden und Veräußerungsgewinnen (Teileinkünfteverfahren) sogar leichte Steuerausfälle von 73 Millionen Euro zu erwarten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). „Auch für die Steuergerechtigkeit bringt eine Abschaffung der Abgeltungsteuer derzeit wenig, sofern man darunter eine stärkere Besteuerung von hohen Kapitaleinkommen versteht“, sagt DIW-Steuerexperte Stefan Bach. Hohe Einkommen würden durch die Abschaffung der Abgeltungsteuer kaum belastet, mittlere und niedrige Einkommen bei den Dividenden sogar geringfügig entlastet. Darüber hinaus stiege der bürokratische Aufwand des Besteuerungsverfahrens. Dagegen würde eine Erhöhung des Abgeltungsteuersatzes zu moderaten Steuermehreinnahmen führen und progressiv wirken, könnte aber die Investitionsbedingungen in Deutschland verschlechtern.

02.11.2017

Jugendliche in Europa haben trotz geringerer Arbeitslosigkeit weiterhin große Probleme auf dem Arbeitsmarkt

Arbeitslosenquote der 15 bis 24-Jährigen ist viel höher als die der älteren Personen – Abbau der Arbeitslosigkeit ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Zahl der jungen Leute schrumpft und immer mehr davon länger im Bildungswesen bleiben – Politische Maßnahmen haben wenig gebracht

Obwohl die Jugendarbeitslosenquote in der EU in den letzten Jahren kräftig zurückgegangen ist, fällt es den Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach wie vor schwer, eine Beschäftigung zu finden. So ist die Arbeitslosenquote in der Altersgruppe von 15 bis 24 Jahren nach wie vor zweieinhalb Mal so hoch wie die der älteren Personen. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist überwiegend auf die demografische Entwicklung sowie eine geringere Erwerbsbeteiligung zurückzuführen – vor allem, weil immer mehr junge Menschen studieren und deshalb erst später in den Arbeitsmarkt eintreten. Ein Effekt politischer Maßnahmen zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit wie die „Jugendgarantie“ der EU ist nicht erkennbar. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Bei den neu entstandenen Arbeitsplätzen für junge Leute handelt es sich fast ausschließlich um befristete Jobs; auch die Teilzeittätigkeiten haben stark zugenommen. Aufgrund ihrer praxisnäheren Ausbildung haben junge Menschen in Mitteleuropa im Vergleich zu den Personen ab 25 Jahren nicht so ausgeprägte Beschäftigungsprobleme, wie das in anderen Teilen Europas – etwa im Süden – der Fall ist.

01.11.2017

DIW Konjunkturbarometer Oktober 2017: Deutsche Wirtschaft durchläuft goldenen Herbst

Der kräftige Aufschwung der deutschen Wirtschaft geht weiter: Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) signalisiert mit aktuell gut 112 Punkten auch im Oktober weit überdurchschnittliche Zuwächse des Bruttoinlandsprodukts – um 0,7 Prozent im dritten Quartal und 0,9 Prozent im vierten. „Die deutsche Wirtschaft ist mit Vollgas unterwegs Richtung 2018“, kommentiert DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner die kräftigen Raten.

25.10.2017

Große Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland

Frauen erzielen in Deutschland nur die Hälfte des Gesamteinkommens der Männer und verdienen bei den Stundenlöhnen rund ein Fünftel weniger – Bei Erwerbseinkommen gibt es Gender Pay Gap zwischen „Männer-“ und „Frauenberufen“, aber auch innerhalb vieler Berufe – Deutschland weist eine im internationalen Vergleich hohe Lücke von rund 53 Prozent bei den Renteneinkommen aus – Handlungsbedarf der Politik an mehreren Fronten

Drei neue Studien des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) befassen sich mit Einkommensungleichheiten zwischen Frauen und Männern. Die AutorInnen schließen auf einen Handlungsbedarf der Politik an gleich mehreren Fronten. Deswegen müsse die Gleichstellung von Frauen einen hohen Stellenwert haben in den aktuell stattfindenden Gesprächen zur Bildung einer Koalition. 

18.10.2017

DIW Berlin schlägt Modell für bessere Integration von erneuerbaren Energien in das Stromsystem und langfristiges Gelingen der Energiewende vor

DIW Berlin stellt Modell vor, um bereits jetzt starke Anreize für Investitionen in Windkraft- und Solaranlagen zu geben, die sich in der langen Frist gut und kostengünstig in das Stromsystem integrieren werden – Vorgeschlagenes Marktwertmodell baut auf existierenden Förderrahmen auf, berücksichtigt aber zusätzlich zukünftigen Marktwert des produzierten Stroms

Eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) stellt ein Marktwertmodell vor, das dafür sorgt, dass heute die Windkraft- und Solaranlagen gebaut werden, die Deutschland braucht. Für das kostengünstige Gelingen der Energiewende muss immer mehr in Anlagen investiert werden, die dann produzieren, wenn der Strom auch benötigt wird. Diese Anlagen, als systemfreundlich bezeichnet, werden sich langfristig nämlich am besten in das Stromsystem integrieren. Systemfreundlich können zum Beispiel Solarpanele sein, die gen Osten oder Westen ausgerichtet sind: Sie produzieren zwar insgesamt geringere Strommengen als diejenigen, die nach Süden ausgestellt sind, dafür aber mehr in den Morgen- oder Abendstunden – wenn die herkömmlichen, nach Süden ausgerichteten Anlagen also wenig produzieren.

11.10.2017

Studentische Erwerbstätigkeit: Elternhaus spielt bei Wahl des Studentenjobs eine Rolle

StudentInnen ohne Akademikereltern gehen häufiger einfachen Nebenjobs nach, StudentInnen mit Akademikereltern sind häufiger nicht erwerbstätig – Bei qualifizierten und studienbezogenen Tätigkeiten sind die herkunftsbedingten Unterschiede allerdings gering  

Ob Studentinnen und Studenten einen Nebenjob haben und wenn ja, wie qualifiziert und fachnah im Hinblick auf das Studienziel diese Tätigkeit ist, hängt auch vom Elternhaus ab. Das zeigt eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Mila Staneva, wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Bildung und Familie, hat Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS) zu über 11 000 Studierenden für insgesamt dreieinhalb Jahre des Studiums ausgewertet. Demzufolge sind Studierende mit Akademikereltern seltener erwerbstätig und arbeiten seltener in einfachen Jobs, die nichts mit dem Studium zu tun haben, beispielsweise als Kellnerin oder Kellner. Bei höher qualifizierten und studienbezogenen Studentenjobs gibt es hingegen kaum Unterschiede.

11.10.2017

Kita-Ausgaben: Mitunter starke Anstiege in den vergangenen Jahren – einkommensschwache Familien sind noch immer relativ stark belastet

DIW-Forscherinnen untersuchen erstmals für einen längeren Zeitraum, wie sich die Kita-Ausgaben in Deutschland entwickelt haben – Starke Ausgabenanstiege vor allem für Kita-Nutzung unter drei Jahre alter Kinder – Verbesserung der Qualität sollte Priorität vor Beitragsbefreiung für alle haben

Eltern, deren Kinder eine Kindertageseinrichtung besuchen, mussten dafür in den vergangenen Jahren im Durchschnitt immer tiefer in die Tasche greifen. Gaben sie im Jahr 2005 für ihre unter drei Jahre alten Kinder noch monatlich 98 Euro aus, waren es zehn Jahre später schon 171 Euro – jeweils berechnet in Preisen des Jahres 2010, um die allgemeine Inflation auszuklammern. Die Betreuung von Kindern im Kindergartenalter, also ab drei Jahren, kostete im Jahr 1996 im Durchschnitt 71 Euro monatlich und im Jahr 2015 98 Euro. Gleichzeitig wurden immer mehr Haushalte vollständig von Beiträgen befreit – insbesondere im Kindergartenbereich. Allerdings müssen armutsgefährdete Haushalte, sofern sie für die Kita zahlen, mit rund acht Prozent nahezu den gleichen Anteil ihres Einkommens aufbringen wie andere Haushalte. Das sind zentrale Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), für die die Bildungsökonomin C. Katharina Spieß, Leiterin der Abteilung Bildung und Familie, gemeinsam mit Sophia Schmitz und Juliane Stahl die Entwicklung der Kita-Ausgaben erstmals für einen längeren Zeitraum untersucht hat. Datengrundlage sind das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) im DIW Berlin und die Spezialstudie Familien in Deutschland (FiD).

29.09.2017

DIW Konjunkturbarometer September 2017: Deutsche Wirtschaft verliert nach fulminanter ersten Jahreshälfte etwas Schwung

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) gibt im September etwas nach – auf einen Indexstand von 104 Punkten, nach 108 Punkten zum Jahresauftakt und 105 Punkten im zweiten Quartal. Damit liegt das Barometer aber weiter deutlich über der 100-Punkte-Marke, die einen durchschnittlichen Zuwachs der deutschen Wirtschaft um gut 0,3 Prozent anzeigt. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte auch im gerade zu Ende gehenden Vierteljahr kräftig zugelegt haben, um gut 0,5 Prozent.

28.09.2017

Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2017: Aufschwung weiter kräftig – Anspannungen nehmen zu

Pressemitteilung der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle, ifo Institut - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München, Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel, RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung

Der Aufschwung der deutschen Wirtschaft hat an Stärke und Breite gewonnen. Neben den Konsumausgaben tragen nun auch das Auslands­geschäft und die Investitionen zur Expansion bei. Das haben die an der Gemeinschaftsdiagnose beteiligten Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrem Herbstgutachten für die Bundesregierung ermittelt. Die sehr hohe konjunk­turelle Dynamik in der ersten Hälfte des laufenden Jahres wird sich zwar etwas abschwächen. Gleichwohl nimmt die Wirtschaftsleistung in diesem und im nächsten Jahr stärker zu als die Produktionskapazitäten wachsen. Im Ergebnis steigt die gesamtwirtschaftliche Auslastung, und die Wirt­schaftsleistung liegt über dem Produktionspotenzial. Das Bruttoinlands­produkt dürfte in diesem Jahr um 1,9 Prozent und im nächsten Jahr um 2 Prozent zulegen (kalenderbereinigt 2,2 bzw. 2,1 Prozent).

27.09.2017

Erneuerbare Energien: Weiterentwicklung der Förderinstrumente muss Verschiebung der Risiken Rechnung tragen

DIW Berlin-Studie geht der Frage nach, welches Förderregime für erneuerbare Energien am meisten geeignet ist, Kosten der Energiewende niedrig zu halten – Risiken und Fokus der Förderung haben sich verschoben – Diskussion um die Weiterentwicklung der Förderinstrumente in den deutschen Koalitionsverhandlungen und in der EU muss diese Verlagerung berücksichtigen

Deutschland hat sich den Klimazielen des Pariser Abkommens verpflichtet. Zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes soll der Ausbau der erneuerbaren Energien nach festgeschriebenen Ausbaupfaden eine maßgebliche Rolle spielen. Die Kosten für Windkraft und Photovoltaik sind unter anderem dank technologischem Fortschritt stark gefallen. Damit kommt der Förderung der erneuerbaren Energien, deren Weiterentwicklung voraussichtlich ein kontroverser Punkt in den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen sein wird, eine neue Bedeutung zu: Die Hauptaufgabe der staatlichen Förderung ist es immer weniger, die Kosten neuer und teurer Technologien abzudecken, sondern zunehmend die Absicherung von Preisrisiken zu ermöglichen, um die Finanzierungskosten von Investitionen gering zu halten. So können Investitionen angeregt werden, die für das Erreichen der Klimaziele notwendig sind, und gleichzeitig die Kosten der Energiewende verträglich bleiben, vor allem für EndkundInnen – also Haushalte und Industriekunden.

20.09.2017

Wärmemonitor 2016: „Zweite Miete“ gesunken,
obwohl mehr geheizt wird

DIW Berlin berechnet Raumwärmebedarf 2016 auf Basis von Daten des Energiedienstleisters ista Deutschland GmbH: Die „zweite Miete“ sinkt wegen niedriger Energiepreise – Spürbare Entlastung für Haushalte – Heizenergieverbrauch steigt aber um zwei Prozent – Investitionen in Gebäudeeffizienz umso wichtiger

Die deutschen Privathaushalte haben im Jahr 2016 sechs Prozent weniger für Heizkosten ausgegeben als im Vorjahr. Dies ermittelte der vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Grundlage von Daten des Energiedienstleisters ista Deutschland GmbH berechnete Wärmemonitor 2016. Die Berechnungen basieren auf zahlreichen Heizenergieabrechnungen von Mehrfamilienhäusern in Deutschland und erfolgten klima- und witterungsbereinigt.

Die Ersparnisse bei der Raumwärme kommen aber erstmals nicht durch einen geringeren Verbrauch zustande. Tatsächlich hatten die privaten Haushalte trotz der bisherigen Sanierungsmaßnahmen im Gebäudebestand im vergangenen Jahr einen um zwei Prozent höheren Heizenergiebedarf als im  Vorjahr. Da gleichzeitig aber die Preise für Heizöl und Gas im Schnitt um acht Prozent zurückgingen, hat dies insgesamt zu einer spürbaren Entlastung der Haushaltskassen geführt.

13.09.2017

Genderparität in der deutschen Politik bedarf noch weiterer Anstrengungen

Frauenanteil in deutscher Politik noch ziemlich weit entfernt von der Parität – Anteil der Kandidatinnen der aussichtsreichsten Parteien für die kommende Bundestagswahl bei 36 Prozent – Weibliche Repräsentation auf Landes- und vor allem Kommunalebene sehr heterogen – Parteien, aber auch Wählerinnen und Wähler, sind gefragt, um Situation zu ändern

Deutschland hat zwar seit vielen Jahren eine Kanzlerin und aktuell eine im Hinblick auf Genderparität fast ausgewogene Bundesregierung, die politischen Institutionen sind aber insgesamt noch ziemlich weit entfernt von Parität. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

13.09.2017

Auch Kleinstbetriebe sind innovativ

Setzen Kleinstbetriebe Innovationen um, erhöht sich ihre Produktivität ähnlich wie bei größeren Betrieben – Kleinstbetriebe sind aber seltener innovativ als kleine und mittlere Betriebe – Politik muss untersuchen, welche Maßnahmen sich positiv auf Innovationstätigkeit von Kleinstbetrieben auswirken

Die Innovationskraft von Betrieben im verarbeitenden Gewerbe und in den wissensintensiven Dienstleistungen steigt einer aktuellen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zufolge mit der Zahl ihrer Beschäftigten. „Dennoch wagt sich in diesen beiden Sektoren immerhin die Hälfte der Betriebe mit weniger als zehn Beschäftigten, sogenannte Kleinstbetriebe, an die Einführung von Innovationen“, sagt DIW-Forschungsdirektor Alexander Kritikos. Unter den kleinen Betrieben (mit zehn bis 49 Beschäftigten) sind es 63 Prozent, unter den mittleren Betrieben (mit 50 bis 249 Beschäftigten) 78 Prozent. Meist entwickeln Kleinstbetriebe – ähnlich wie kleine und mittlere Betriebe – neue oder bessere Produkte und Dienstleistungen, seltener werden bessere Produktionsprozesse angestoßen.

07.09.2017

DIW-Konjunkturprognose: Deutsche Wirtschaft macht weiter Tempo, Überhitzung droht aber nicht

Bruttoinlandsprodukt in Deutschland steigt 2017 und 2018 um jeweils 1,9 Prozent, 2019 um 1,6 Prozent – Verhaltene Lohn- und Inflationsentwicklung spricht nicht dafür, dass Wirtschaft überhitzt – Globales Wachstum ist intakt – Unsicherheiten bestehen weiterhin

Die deutsche Wirtschaft bleibt auf klarem Wachstumskurs: Aufgrund des unerwartet kräftigen ersten Halbjahres 2017 hebt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) seine Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Vergleich zum Juni um 0,4 Prozentpunkte auf 1,9 Prozent an. Auch für das kommende Jahr ist mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung in dieser Größenordnung zu rechnen. Die Zahl der Beschäftigten steigt weiter, die exportorientierten Industrieunternehmen profitieren von einer derzeit sehr dynamischen Auslandsnachfrage und das Geld in den Portemonnaies der privaten Haushalte sitzt nach wie vor vergleichsweise locker. Die gesamtwirtschaftliche Produktion wird in diesem Jahr und wohl auch in den kommenden beiden Jahren das Produktionspotential etwas übertreffen.

06.09.2017

Erwerb von Wohneigentum: Eigenkapitalschwelle für immer mehr Haushalte zu hoch

Die zweite Ausgabe von DIW aktuell, der neuen Publikationsreihe des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), ist erschienen: Claus Michelsen, wissenschaftlicher Mitarbeiter in den Abteilungen Konjunkturpolitik und Klimapolitik des DIW Berlin, geht der Frage nach, warum vor allem so viele junge Familien damit hadern, sich eine Eigentumswohnung oder ein Eigenheim zu kaufen - und das in Zeiten niedriger Zinsen, ordentlicher Einkommenssteigerungen und immer höherer Mieten.

31.08.2017

Die Lebenssituation von Lesben, Schwulen und Bisexuellen: Bevölkerungsrepräsentative Befunde zur Vielfalt in Deutschland

Homo- und Bisexuelle in Deutschland unterscheiden sich bei ausgeübten Berufen von Heterosexuellen, homosexuelle Männer verdienen weniger – Auch bei sozialen Beziehungen, den politischen Präferenzen und hinsichtlich der Lebenszufriedenheit gibt es Unterschiede, bei der Persönlichkeit dagegen kaum

Die Lebenslagen von Homo- und Bisexuellen (Lesbians, Gays und Bisexuals, zusammenfassend als LGBs bezeichnet) hat erstmalig das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) auf Basis des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) ausgewertet, das als eine der wenigen repräsentativen Befragungen in Deutschland die sexuelle Orientierung der Befragten erhebt.

Homo- und Bisexuelle in Deutschland unterscheiden sich demnach von Heterosexuellen hinsichtlich ihres Bildungsgrades und ihres Berufes. Sie haben seltener eine mittlere Reife/Hauptschule mit Berufsausbildung und dafür häufiger ein Abitur (auch Fachabitur) als Heterosexuelle, sind seltener als Arbeiterinnen und Arbeiter und häufiger als Angestellte beschäftigt.

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