16. Internationale SOEP-Nutzendenkonferenz in Berlin

Bericht vom 14. Juli 2026

Das Sozio-oekonomische Panel (SOEP) begrüßte am 8. und 9. Juli 2026 rund 90 Forschende aus dem In- und Ausland zu seiner Nutzendenkonferenz in Berlin. Alle zwei Jahre treffen sich Nutzer*innen der SOEP-Daten aus verschiedenen Fachrichtungen unter anderem der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, um ihre aktuelle Forschung vorzustellen und sich zu vernetzen. 

Nur wenige Tage zuvor hatte der Wissenschaftsrat den Antrag des SOEP auf strategische Erweiterung als exzellent bewertet. Dementsprechend standen die Zukunftspläne im Vordergrund der Eröffnungsveranstaltung, die von Sabine Zinn, Direktorin des SOEP, geleitet wurde. Im Namen des Berliner Senats würdigte Dr. Jutta Koch-Unterseher (Abteilungsleiterin für außeruniversitäre Forschung und Charité in der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege) das SOEP als „kritische Infrastruktur“ und „Rückgrat der Sozialwissenschaften“. Es sei ein wichtiger Akteur der Berliner Wissenschaftslandschaft und dabei langlebig und innovativ zugleich. 

Unter den vielen Neuerungen rund um die Studie, die das SOEP dem Publikum präsentierte, stachen das KI-Modul und die Flash Surveys besonders heraus. Studienteilnehmer*innen werden ab diesem Jahr erstmals zu ihren Einstellungen zu Künstlicher Intelligenz befragt. Ein weiteres zukunftsweisendes Instrument sind die neuen Kurzbefragungen per SMS oder E-Mail. Sie behandeln aktuelle Themen und können innerhalb kurzer Zeit entwickelt und verschickt werden. Ein erster „Flash Survey“ fand bereits im September 2025 erfolgreich statt.

Im Rahmen der Konferenz vergab das SOEP den "Felix Büchel-Preis" an Prof. Dr. Jule Specht, Psychologin an der Humboldt-Universität zu Berlin und langjährige Nutzerin der SOEP-Daten. Die diesjährigen Keynote-Vorträge hielten Prof. Dr. Thomas Dohmen von der Universität Bonn (Thema: Risikobereitschaft) und Prof. Dr. Wiebke Bleidorn von der Universität Zürich (Thema: Entwicklung von Persönlichkeitsmerkmalen im Lebensverlauf). 

Der Joachim R. Frick-Preis für die besten Präsentationen von Konferenzteilnehmer*innen ging an David Titus (Cornell University) und Sebastian Gsell (Ludwig-Maximilians-Universität München und ifo Institute). Eine lobende Erwähnung der Jury erhielt Lea-Sophie Funk für ihren Vortrag. 

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