"Zukunft mit Kindern": Interdisziplinäre Akademiengruppe stellt Ergebnisse vor

Bericht vom 15. Oktober 2012

Die interdisziplinäre Akademiengruppe "Zukunft mit Kindern – Fertilität und gesellschaftliche Entwicklung" hat am 15. Oktober 2012 in der Bundespressekonferenz ihre Ergebnisse vorgestellt. Die Forschergruppe geht Fragestellungen zu Ursachen und Auswirkungen der Fertilitätsentwicklung sowie ihre politisch-gesellschaftliche Gestaltbarkeit nach. Zu den Mitgliedern der Arbeitsgruppe zählt auch Katharina Spieß, Leiterin der Abteilung Bildungspolitik am DIW Berlin. Das Projekt ist eine Kooperation der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, gefördert von der Jacobs Foundation.

Die Forschergruppe ging der Frage nach, wie der Alltag in Deutschland familienfreundlicher gestaltet werden kann. Zu den Empfehlungen an die Politik gehört unter anderem Familienzeit, die beispielsweise mit einem Familienzeitkredit finanziert wird, einzuführen, eine Kindergrundsicherung zu gewähren sowie ein Familien-Mainstreaming einzuführen, d. h. gesetzliche Vorhaben sowie öffentliche Aufträge dem Grundsatz anzupassen, das Wohlbefinden von Kindern und Eltern zu fördern. Katharina Spieß betont besonders die Bedeutung der Familienzeit: "Ein zentraler Aspekt für Familie ist Zeit. Deshalb empfehlen wir über erweiterte Familienzeitmodelle konkreter nachzudenken. Die gegenwärtige Konzentration der Lebensarbeitszeit auf die mittleren Jahre sollte durch eine flexible Entzerrung abgelöst werden". Die vollständige Stellungnahme von C. Katharina Spieß in der Bundespressekonferenz als Download (PDF, 83.65 KB)

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Projekts