Bericht vom 7. Februar 2014
In der Entwicklungshilfe wird in den letzten Jahrzehnten vermehrt die Idee diskutiert, Armut durch Finanzhilfen zu bekämpfen, die ohne Bedingungen oder Zinsen vergeben werden. Auch die Medien entwickeln ein immer größer werdendes Interesse für dieses Thema, mit dem sich Nathan Fiala vom DIW Berlin beschäftigt. Seine Feldstudie über einen Fall in Uganda wurde vielfach von den Medien aufgegriffen. Der Economist zum Beispiel erwähnt sie im Artikel „Pennies from Heaven“ . Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet in dem Artikel "When loans beat grants" über die Effizienz von Finanzdarlehen versus Subventionen für Kleinunternehmer in Uganda, welche Nathan Fiala in verschiedenen Testgruppen untersucht hat. Die New York Times wiederum hat ein Interview mit Christopher Blattman von der Columbia University veröffentlicht, das sich mit dem Thema der Armutsbekämpfung durch eine Finanzspritze ohne daraus resultierende Verpflichtungen beschäftigt. Die Ergebnisse, die Professor Blattman darstellt, basieren auf der Feldstudie in Uganda, die er gemeinsam mit Nathan Fiala vom DIW Berlin und Sebastian Martinez von der Inter-American Development Bank unternommen hat. Interessanterweise, und gegen die derzeitig weit verbreitete Meinung von Entwicklungsexperten, zeigt sich, dass diese Art von Transferleistung ein großes Potential für die Reduzierung von Armut in Entwicklungsländern haben kann. Geld, das ohne resultierende Verpflichtungen gegeben wird, hilft den Empfängern selbst Geld zu verdienen. Die gesamte Studie finden sie hier (PDF, 4.08 MB). Hier (PDF, 0.66 MB) können sie außerdem einen kurzen Überblick erhalten.