Steuerhinterziehung konsequenter bestrafen, aber Altfälle mit Augenmaß abarbeiten. Kommentar von Stefan Bach

Kommentar vom 5. März 2014

Deutschlands Eliten sind nervös. Seit die Steueroasen in der Nachbarschaft trocken gelegt werden und der Fiskus sich nicht zu fein ist, in Kopfgeldjägermanier Konteninformationen anzukaufen, müssen Zehntausende um ihre Entdeckung fürchten. Die Selbstanzeige vermeidet zwar die Bestrafung. Dafür zerstört die moralische Entrüstung Karrieren, bürgerliche Existenzen und öffentliches Ansehen.
Prominente werden in den Medien an den Pranger gestellt.

Steuergestaltung und -hinterziehung war jahrzehntelang ein Breitensport der besseren Stände. Bei hohen Grenzsteuersätzen war die Versuchung für viele unwiderstehlich, ihr Geld vor dem Fiskus zu verbergen. Das Risiko war gering, denn der Fiskus schaute nicht so genau hin, und die Steueroasen hielten dicht.

Der vollständige Kommentar im DIW Wochenbericht 10/2014 (PDF, 151.18 KB)