Internationaler Reiseverkehr weiterhin lebhaft

DIW Wochenbericht 10 / 2000, S. 132-137

Renate Filip-Köhn

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Abstract

Gelegentlich wird die Befürchtung geäußert, Deutschland sei im Wettbewerb um ausländische Besucher nicht attraktiv genug. Immerhin jedoch zeigten die deutschen Reiseeinnahmen in den letzten Jahren eine durchaus erfreuliche Entwicklung. Zwar ist der strukturelle Negativsaldo Deutschlands im internationalen Reiseverkehr nach wie vor hoch; im Jahre 1999 lag er schätzungsweise bei 56 Mrd. DM - rund 2,6 Mrd. DM mehr als im Jahr zuvor. Von 1995 bis 1999 ist aber der "Incoming Tourism" nicht nur im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt, sondern auch gegenüber den Reiseausgaben der Deutschen im Ausland ("Outgoing Tourism") etwas gestiegen. Werden Einnahmen aus der grenzüberschreitenden Personenbeförderung einbezogen, so liegt der dem Tourismus zuzurechnende Export im Jahre 1999 bei rund 43 Mrd. DM - also bei etwa 3,8 % des Gesamtexports. Die entsprechenden Ausgaben Deutschlands im Ausland erreichten im abgelaufenen Jahr schätzungsweise 97 Mrd. DM und damit etwa 9 % des gesamten Imports. Die Reisebilanz stellt einen wichtigen Gegenposten zu den hohen Überschüssen Deutschlands in der Handelsbilanz dar.


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