DIW Wochenbericht 12 / 2000, S. 168-173
Jörg-Peter Weiß
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Die Entwicklung der deutschen Automobilindustrie war im letzten Jahrzehnt von starken Schwankungen geprägt: Nach dem Höhepunkt des Vereinigungsbooms im Jahre 1992 brach die Nachfrage nach Automobilen - an der Stückzahl gemessen - um fast 20 % ein. Die Zahl der Beschäftigten sank bis 1994 auf 661 000; das war ein Fünftel weniger als 1991 (Abbildung 1). Seit Mitte der 90er Jahre expandiert die Herstellung von Kraftfahr-zeugen deutlich stärker als die Industrieproduktion insgesamt. Im vergangenen Jahr hat die deutsche Automo-bilindustrie ihren bisherigen Produktionsrekord (5,7 Mill. Einheiten) aus dem Jahr 1998 nur knapp verfehlt, gemessen am Produktionswert hat sie ihn sogar übertroffen. Die Beschäftigtenzahl stieg auf 755 000. Vor dem Hintergrund der breiten konjunkturellen Aufwärtsentwicklung in Europa und der anhaltenden Dynamik in den USA ist auch für das Jahr 2000 mit einer merklichen Ausweitung der deutschen Automobilproduktion - gemessen am Produktionsindex - zu rechnen.
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