DIW Wochenbericht 33 / 2001, S. 510-515
Renate Filip-Köhn
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Im Jahre 2000 nahm Deutschland im internationalen Reiseverkehr nach bisherigen Angaben der Deutschen Bundesbank rund 37,4 Mrd. DM ein Mit einem Plus gegenüber 1999 von nominal annähernd 11 % hat sich der Anstieg der touristischen Nachfrage aus dem Ausland seit 1995 kontinuierlich fortgesetzt; dies bestätigt die Attraktivität Deutschlands für Urlaubs- und Geschäftsreisen. Der Zuwachs ist aber nicht nur nominal. Auch bei der Zahl der Übernachtungen weist das Statistische Bundesamt für den Besucherstrom aus dem Ausland ein ähnlich hohes Plus aus. Diese positiven Trends können allerdings nicht überdecken, dass die Einnahmen aus dem internationalen Reiseverkehr mit ihrem dadurch induzierten Anteil am Inlandsprodukt noch immer eine vergleichsweise geringe Rolle spielen. Immerhin haben sie zuletzt zu einer Stabilisierung der gesamtwirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus beigetragen. Obwohl die Ausgaben der Deutschen im Ausland mit 8,4 % im Jahre 2000 gegenüber 1999 schwächer zunahmen als die Einnahmen, konnte der Negativsaldo Deutschlands im internationalen Reiseverkehr, der mit 61,8 Mrd. DM im Jahre 2000 fast dem Zweifachen einer Jahreseinnahme aus dem Ausland entsprach, nicht abgebaut werden. Er bildet einen wichtigen Gegenposten zum Überschuss im Warenhandel. Neben der Entwicklung von Einnahmen und Ausgaben im internationalen Reiseverkehr werden im Folgenden die Position Deutschlands im Tourismus sowie dessen gesamtwirtschaftliche Dimension beschrieben
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