DIW Wochenbericht 6 / 1995, S. 143-153
Kurt Hornschild, Angela Scherzinger
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Die ostdeutsche Wirtschaft befindet sich in einer kraeftigen Aufwaertsentwicklung. Mit jaehrlichen Zuwachsraten des Sozialprodukts von annaehernd 10 vH zaehlen die neuen Bundeslaender (NBL) zu den Regionen mit dem groessten Wirtschaftswachstum in Europa. Allerdings vollzieht sich die Expansion auf einer vergleichsweise niedrigen Basis und wird zu einem grossen Teil ueber Transfers aus den alten Bundeslaendern finanziert. Voraussetzung dafuer, dass Ostdeutschland sich zu einer leistungsfaehigen Wirtschaftsregion entwickelt, ist eine wettbewerbsfaehige Industrie und ein adaequates Forschungspotential. Vor einem Jahr berichtete das DIW ueber die Forschung in den neuen Bundeslaendern (1) und kam zu dem Ergebnis, dass im institutionellen Bereich der Forschung die Transformation zwar schon sehr weit vorangekommen ist, die Entwicklung der industriellen Forschung aber zu wuenschen uebrig laesst. Nur wenn diese Schwaeche behoben wird, sind Wissenstransfer aus dem Hochschulbereich in die Wirtschaft, Innovationen und qualitatives Wachstum zu erwarten. Ueber Situation und Perspektiven insbesondere der industriellen Forschung in den neuen Bundeslaendern informiert der vorliegende Bericht.
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