Die Vermögenseinkommen der privaten Haushalte 1994

DIW Wochenbericht 25 / 1995, S. 435-442

Klaus-Dietrich Bedau

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Abstract

Im vergangenen Jahr stockten die privaten Haushalte ihr Geldvermoegen um 236 Mrd. DM auf. Weitere 51 Mrd. DM sind in die Eigenheimfinanzierung geflossen. Der Geldvermoegensbestand der privaten Haushalte belief sich Ende 1994 auf 4,3 Bill. DM. Im Durchschnitt entfielen auf jeden westdeutschen Haushalt 137 000 DM, auf jeden Haushalt im neuen Bundesgebiet 42 000 DM. Die Streuung des Vermoegens ist allerdings gross. Die durchschnittliche Verschuldung der westdeutschen Haushalte betrug 12 000 DM, die der ostdeutschen Haushalte 3 000 DM. Aus ihrem Geldvermoegen flossen den privaten Haushalten Zinsen und Dividenden (vor Steuerabzug) in Hoehe von 209 Mrd. DM zu; davon ging mit 10 Mrd. DM nur ein geringer Teil an die ostdeutschen Haushalte. Durchschnittlich bezogen die Haushalte im alten Bundesgebiet 6 400 DM, die in den neuen Bundeslaendern 1 600 DM an Vermoegenseinkuenften. Dieser Bericht beruht bezueglich der Einkommensverteilung und - verwendung auf der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung des Statistischen Bundesamtes (fuer Deutschland insgesamt) und des DIW (fuer West- und Ostdeutschland getrennt). Informationsgrundlagen fuer die Geldvermoegensbildung und den Geldvermoegensbestand sind die gesamtwirtschaftliche Finanzierungsrechnung sowie laufende Kreditstatistiken der Deutschen Bundesbank. Aktuelle Daten ueber die Verteilung der Vermoegenseinkommen wurden durch Fortschreibung frueherer Berechnungen der amtlichen Statistik und des DIW gewonnen.


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