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Wiederanstieg der Konsumnachfrage: der private Verbrauch in Westdeutschland im zweiten Quartal 1995

DIW Wochenbericht 36 / 1995, S. 630-634

Jochen Schmidt

Abstract

Die Umstellung der statistischen Erhebungen in Deutschland auf ein EG-einheitliches System hat zu Verzoegerungen und Einschraenkungen bei der Veroeffentlichung wichtiger Daten gefuehrt. Die Berechnungen im Rahmen der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung sind dadurch immens erschwert worden; auch der private Verbrauch ist davon betroffen. Der Einzelhandelsumsatz als wichtigster Indikator fuer die kurzfristige Konsumentwicklung wird seit Anfang dieses Jahres nicht mehr in der alten Form - Umsatzindizes fuer den westdeutschen Einzelhandel in tiefer Branchengliederung ausgewiesen; lediglich die monatliche Veraenderung des Gesamtumsatzes fuer ganz Deutschland wird derzeit veroeffentlicht. Nach der Umstellung wird die Einzelhandelsstatistik auf der Grundlage eines neuen Berichterstatterkreises fuer die Bundesrepublik Deutschland insgesamt und nach der neuen Klassifikation der Wirtschaftszweige veroeffentlicht. Um dennoch eine Uebersicht ueber die aktuelle Entwicklung des privaten Verbrauchs zu geben, ist versucht worden, die Informationsluecken mit Hilfe anderer Indikatoren zu schliessen. Hier ist an vorderster Stelle die Umsatzveraenderung bei den Branchen des Facheinzelhandels in Westdeutschland zu nennen, die weiterhin in der gewohnten Gliederung nachgewiesen wird. Diese Statistik hat allerdings den Nachteil einer geringeren Repraesentativitaet. Nicht beruecksichtigt sind z.B. Warenhaeuser, Verbrauchermaerkte und Versandgeschaefte. Auch einige besonders strukturierte Branchen wie der Kraftfahrzeughandel oder die Tankstellen sind nicht einbezogen. Insofern sind die Berechnungen fuer das erste Halbjahr 1995 weniger gesichert als ueblich.

Themen: Konjunktur

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