DIW Wochenbericht 20 / 2006, S. 301-310
Karl Brenke, Gert G. Wagner
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An die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland werden auch große wirtschaftliche Erwartungen geknüpft. In Anbetracht des bisher vor allem vom Export getragenen konjunkturellen Aufschwungs mehren sich in letzter Zeit Stimmen, dass von dem Sportereignis - auch was die Stimmung anbelangt - positive Impulse auf die Binnennachfrage ausgehen und dadurch der Aufschwung an Breite gewinnt. Nach der hier vorgelegten Analyse der gesamtwirtschaftlichen Wirkungen der Fußball-WM könnte das nur dann eintreten, wenn es aufgrund der WM zu einer deutlichen Veränderung des Konsum- und Investitionsverhaltens im Zusammenhang mit einer Veränderung der Zukunftserwartungen käme. Damit ist jedoch nicht zu rechnen. Gleichwohl hat die WM 2006 in Deutschland nicht nur als sportlich-kulturelles "Event" eine gesellschaftspolitische Bedeutung. Sie ist darüber hinaus auch ein - weiterer - Mosaikstein im Wandel der deutschen Industriegesellschaft hin zu einer Dienstleistungsgesellschaft.
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/151442
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