Zur Konstruktion eines Lebenszufriedenheitsindikators ("Glücks-BIP") für Deutschland

SOEPpapers 258, 5 S.

Ulrich van Suntum

2010

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Abstract

Trotz steigender Wirtschaftsleistung hat sich die Lebenszufriedenheit in Deutschland seit Beginn der 90er Jahre nicht erhöht, in Westdeutschland ist sie sogar gesunken. Mehr materieller Wohlstand bedeutet also nicht automatisch mehr Wohlstand im Sinne von Lebensglück. Was aber sind dann die treibenden "Glücksfaktoren"? Mit diesen Fragen befasst sich die Glücksforschung, ein noch junges Forschungsfeld der Ökonomie, das in der 1970er Jahren entstanden ist. Ihre Ergebnisse werden bereits von einigen Ländern als Entscheidungsgrundlage im politischen Prozess genutzt. So werden in England und Australien systematisch wellbeing-Indizes erstellt, die Auskunft über die Entwicklung wichtiger Glückskomponenten, etwa des Umweltzustands, geben. Auch die Vereinten Nationen und die EU beschäftigen sich neuerdings intensiv mit dieser Frage. Für Deutschland gab es dagegen bislang keinen umfassenden Lebenszufriedenheitsindikator. Dies ist insofern erstaunlich, als mit dem Sozio-oekonomischen Panel (SOEP) eine sehr gute Datenbasis auf Mikroebene vorliegt, die sogar ausdrücklich nach der Lebenszufriedenheit fragt. Es lag also nahe, diese Befragungsergebnisse zu nutzen, um dem Auftrag der INSM (Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft) zur Erstellung eines "Glücks-BIP" nachzukommen.

Themen: Wohlbefinden



JEL-Classification: D60;E6;I38;O12
Keywords: Subjective indicators, life satisfaction, happiness, Germany
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/150804

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