Der deutsche Sachverständigenrat und sein Einfluss auf die Wirtschafts-, Finanz- und Währungspolitik

Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung 1 / 2011, S. 35-43

Hans Tietmeyer

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Abstract

Vor Gründung des Sachverständigenrates gab es zwar viele Stellungnahmen und Publikationen von wirtschaftlichen Forschungsinstituten und wissenschaftlichen Beiräten zu einzelnen Themen der Wirtschaftspolitik. Aber es fehlte eine Gesamtschau. Obwohl Kanzler Adenauer einem solchen Gremium lange Zeit eher skeptisch gegenüberstand, entschloss sich der Gesetzgeber 1963 einen unabhängigen "Sachverständigenrat zu Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung" zu gründen. Seine Gutachten sollten zu einer "Versachlichung" wirtschafts- und finanzpolitischer Kontroversen in Deutschland und zu einer neutralen Aufklärung der politischen Verantwortungsträger und der breiten Öffentlichkeit beitragen. Der folgende Text erläutert die Entstehung und den Einfluss des Sachverständigenrates auf die deutsche Wirtschafts-, Finanz- und Währungspolitik. Dabei wird auf die Vorgeschichte, das Mandat sowie die Tätigkeit des Sachverständigenrates eingegangen. Des Weiteren werden die damals maßgebenden Überlegungen für die Gründung des Sachverständigenrates dargestellt und dessen Einfluss auf die praktische Wirtschaftspolitik der Bundesrepublik angesprochen.



JEL-Classification: D72
Keywords: Wirtschaftspolitische Beratung, gesamtwirtschaftliche Entwicklung, Sachverständigenrat
DOI:
https://doi.org/10.3790/vjh.80.1.35
Frei zugängliche Version: (econstor)
http://hdl.handle.net/10419/99634

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