Im Herbst 1931 gab Großbritannien gleichzeitig mit der Aufgabe der Goldwährung die seit 1846 eingehaltene Freihandelspolitik auf. In rascher Folge schlössen sich die meisten Empireländer der neuen britischen Währungs- und Zollpolitik an. Im Gefolge dieser gemeinsamen Handels- und Währungspolitik hat sich die seit dem Weltkrieg zu beobachtende Tendenz einer wachsenden Wirtschaftsverflechtung des Britischen Weltreichs noch verstärkt. Durch die Zusammenarbeit der einzelnen Empireglieder, die gemeinsame Abwehr weltwirtschaftlicher Deflationskräfte und durch eine aktive Konjunkturpolitik ist es dem Britischen Weltreich früher als den meisten übrigen Wirtschaftsgebieten gelungen, den Konjunkturrückgang aufzuhalten und einen neuen Aufschwung einzuleiten. Der enge wirtschaftspolitische Zusammenschluß im Britischen Weltreich stellt die übrige Welt in vielen Beziehungen vor neue Probleme. Wie einschneidend das in einzelnen Fällen sein kann, ergibt sich z. B. daraus, daß im vergangenen Jahr nicht weniger als 17,5 v.H. der deutschen Einfuhr und 11,4 v.H. der deutschen Ausfuhr auf den Handel mit Ländern des Britischen Weltreichs entfielen.
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