Deutscher Aufholbedarf im internationalen Dienstleistungshandel?

DIW Wochenbericht 30 / 1993, S. 412-418

Hans J. Petersen, Christian Weise

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Abstract

Die Bundesrepublik Deutschland, eine der führenden Handelsnationen, wirkt im grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehr relativ schwach: Ihr Anteil am statistisch erfaßten internationalen Dienstleistungsverkehr ist deutlich geringer als beim Warenhandel. Während sie ihre Wettbewerbsfähigkeit im Warenhandel durch langjährig kräftiges Exportwachstum und regelmäßige Ausfuhrüberschüsse ausgewiesen hat, ist ihr Dienstleistungshandel langsamer gestiegen und fällt durch chronische Einfuhrüberschüsse nicht nur bei den traditionellen, sondern auch bei den meisten moderneren Dienstleistungen auf. Dabei ist zu beachten, daß der strukturelle Reifegrad von Volkswirtschaften nicht zuletzt im Anteil des Dienstleistungssektors zum Ausdruck kommt und sich dieser Bereich zunehmend auch als Generator weiterer Entwicklungsimpulse erweist. ln der Tat hat sich technischer Fortschritt gerade bei Dienstleistungen (Telekommunikation, Verkehr, Bankwesen u.a.) beschleunigt und wird durch sie anderen Sektoren und Ländern vermittelt. Der Frage, inwieweit die Bundesrepublik hier tatsächlich strukturelle Schwächen zeigt, denen wirtschaftspolitisch gegenzusteuern wäre, wurde im Rahmen eines Gutachtens nachgegangen, das dem DIW vom Bundesminister für Wirtschaft in Auftrag gegeben wurde. Einige, z.T. aktualisierte Ergebnisse werden im folgenden resümiert.


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