Nach den Turbulenzen vom Juni vergangenen Jahres und zur Fortsetzung der Konsolidierungspolitik beschloß die KP Chinas im November 1989 Maßnahment zur "Sicherung der Stabilität des Staates": Einzelheiten sind bisher nicht bekannt. Durch verstreute Hinweise wird aber mehr und mehr erkennbar, daß die wirtschaftlichen Reformbemühungen strikt dem Ziel der Inflationsbekämpfung untergeordnet, wenn nicht gar aufgegeben werden. In der Außenwirtschaft soll indes die Politik der Öffnung nach dem Westen im wesentlichen unverändert bleiben, das geschwundene Vertrauen des Auslandes wiedergewonnen werden. Das Interesse der Handelspartner und Kapitalexportländer an China wird jedoch auf längere Frist erlahmen, wenn die Binnenwirtschaft aus dem Öffnungsprozeß ausgeblendet bleibt und sich das Kooperationspotential auf wenige Sondergebiete beschränkt.
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