DIW Wochenbericht 9/10 / 1989, S. 95-105
Horst Lambrecht
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Der innerdeutsche Handel hat 1988 nominal stagniert. Unter Berücksichtigung der Preissteigerungen ergibt sich sogar ein leichter Umsatzrückgang. Wie unbefriedigend die Entwicklung dieses Handels in den letzten Jahren war, zeigt sich daran, daß sein Anteil am gesamten auswärtigen Warenverkehr in beiden deutschen Staaten gesunken ist. Die politischen Rahmenbedingungen für den Ausbau der deutsch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen sind heute günstiger denn je. Beide Regierungen sollten diese Möglichkeiten nutzen. Hierbei könnten Sonderprogramme (Kooperation beim Umweltschutz, Beitrag zur Modernisierung der DDR-Industrie) eine wichtige Rolle spielen. Die Zeit drängt indes: In der DDR werden die ökonomischen Grundlinien für das neue Planjahrfünft 1991/95 festgelegt und in der Bundesrepublik die wirtschaftspolitischen Weichen für den EG-Binnenmarkt 1992 gestellt.
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