Annäherung der Sowjetunion an das GATT

DIW Wochenbericht 48 / 1989, S. 609-613

Heinrich Machowski, Siegfried Schultz

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Abstract

Das im Welthandelsabkommen (GAIT) gesetzte Ziel, über liberale internationale Handelsbeziehungen den Güteraustausch zu verstärken und damit das Realeinkommen und die Beschäftigung in den Mitgliedsländern zu erhöhen, ist für immer mehr Staatshandelsländer attraktiv geworden. In jüngster Zeit mehren sich die Anzeichen dafür, daß die Sowjetunion auch in jenen internationalen Institutionen mitarbeiten will, denen sie bisher reserviert gegenüberstand. Dazu zählt neben dem Internationalen Währungsfonds und der Weltbank vor allem das GATT. Der erste sowjetische Vorstoß ist schon im Vorfeld eines förmlichen Beitrittsgesuchs gescheitert. Jedoch wird bei Fortsetzung der Wirtschaftsreformen in der Sowjetunion und bei einer günstigen Entwicklung der Ost-West-Beziehungen die Bereitschaft im GATT zu einer neuen Betrachtungsweise wachsen. Es kann nicht im.ökonomischen Interesse des Westens liegen, die außenwirtschaftliche Flanke der sowjetischen Reformen zu blockieren. Aber auch politische Gründe sprechen für die verstärkte Einbindung der Sowjetunion in die Weltwirtschaft.


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