DIW Wochenbericht 23 / 1984, S. 263-270
Dieter Vesper
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Die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte macht trotz des verhaltenen Konjunkturaufschwungs bemerkenswerte Fortschritte. In diesem Jahr wird das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und der Sozialversicherung deutlich unter 30 Mrd. DM liegen, und für das kommende Jahr ist mit einem Fehlbetrag von weniger als 20 Mrd. DM zu rechnen; 1981 waren es noch 60 Mrd. DM. Durch den raschen Defizitabbau wird allerdings der Arbeitsmarkt zusätzlich belastet, zumal erstmals seit 30 Jahren die Beschäftigung im öffentlichen Dienst stagniert. Dabei wird die rückläufige Zahl der Vollzeitkräfte durch einen Anstieg der Teilzeitbeschäftigung weitgehend ausgeglichen. Auch in den kommenden Jahren soll die Beschäftigung im öffentlichen Dienst kaum ausgeweitet werden: Einmal lassen die Ausgabenansätze in den mehrjährigen Finanzplanungen hierfür wenig Spielraum, zum anderen wird argumentiert, daß es kaum Bedarf für eine Vermehrung des öffentlichen Dienstleistungsangebots gäbe.
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