DIW Wochenbericht 29 / 1984, S. 343-348
Heinrich Machowski
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Vom 12. bis 14. Juni dieses Jahres fand in Moskau, nach einer fast vierjährigen Anlaufzeit, die "Wirtschaftsberatung der Mitgliedsländer des RG W auf höchster Ebene" statt. Die Ergebnisse dieser Beratung lassen sich anhand der veröffentlichten Dokumente in drei Punkten zusammenfassen. Erstens: Die Zusammenarbeit der kleinen europäischen RGW-Volkswirtschaften mit der Sowjetunion soll auf mehreren Gebieten intensiviert werden; dies gilt vor allem für die Energie- und Rohstoffwirtschaft, die Land- und Nahrungsmittelwirtschaft, die Wissenschaft und Forschung. Zweitens: Diese Intensivierung der Zusammenarbeit soll nicht auf Kosten der Beziehungen mit Drittländern geschehen. Vielmehr wollen sich die RGW-Staaten - aus wirtschaftlichem und politischem Interesse - intensiv an der weltwirtschaftlichen Arbeitsteilung beteiligen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur "Gesundung der internationalen Beziehungen auf dem Gebiet der Wirtschaft" beitragen. Drittens: Der Grundcharakter der RGW-Zusammenarbeit wird in absehbarer Zukunft nicht geändert; er sichert - im Konfliktfall - den Vorrang nationalstaatlicher vor gemeinschaftlichen Interessen.
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