Zusammen mit ihren Mitgliedsländern ist die EG der größte Entwicklungshilfegeber für die dritte Welt: Rund 50 vH der öffentlichen Entwicklungshilfe aller westlichen Industrieländer stammten 1981 von dieser Ländergruppe, ihre Bedeutung ist damit in den letzten Jahren noch gewachsen. Dagegen ist der Anteil der USA an der Entwicklungshilfe seit 1970 um rund die Hälfte geschrumpft und betrug 1981 nur noch 23 vH, obwohl die USA - gemessen am Bruttosozialprodukt - über eine größere Wirtschaftskraft als die EG verfügen. Aus der Sicht der Empfängerländer ist der Zustrom bilateraler Hilfe aus den einzelnen EG-Ländern im Vergleich zur gemeinsamen EG-Hilfe der weitaus gewichtigere Teil: Der Anteil der Gemeinschaftshilfe liegt im längerfristigen Durchschnitt nur bei etwa 10 vH. Nach wie vor wickeln die EG-Länder also ihre öffentliche Entwicklungshilfe im wesentlichen einzeln ab.
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