DIW Wochenbericht 41 / 1983, S. 509-515
Angela Scherzinger
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Seit Beginn der achtziger Jahre sind in der DDR verstärkte Bemühungen erkennbar, die Effizienz der Wirtschaft zu erhöhen. Auslösende Faktoren waren die veränderten außenwirtschaftlichen Bedingungen, hauptsächlich die durch die Verteuerung von Rohstoffen und Energieträgern verursachte und vermutlich dauerhafte Verschlechterung der Terms of Trade. Das Wirtschaftswachstum soll deshalb mit konstantem oder sogar sinkendem Rohstoffeinsatz sowie stagnierenden Investitionen erreicht und das Verhältnis von Aufwand und Ergebnis unter dem Motto einer" konsequenten Intensivierung" grundlegend verbessert werden. Dazu gibt es seit Anfang 1982 eine Flut gesetzlicher Neuregelungen. Sie konzentrierten sich vor allem darauf, die Wirtschaftlichkeit in den Kombinaten zu verbessern ( Neuregelung zur "wirtschaftlichen Rechnungsführung" sowie zur Forschung und Entwicklung). Ein Teil der Bestimmungen ist aber auch als Reaktion der Wirtschaftsführung auf den wirtschaftlichen Machtzuwachs der Kombinate zu werten. Die wirtschaftsrechtliche Ausgestaltung des Systems hält an. Dieser Bericht soll einen Oberblick über die Neuregelungen in den letzten Monaten geben.
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