Staatliche Investitionsförderung und private Investitionen

DIW Wochenbericht 6 / 1982, S. 85-91

Dietmar Edler

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Abstract

Angesichts des unzureichenden wirtschaftlichen Wachstums und der immer drängender werdenden Probleme auf dem Arbeitsmarkt wird in der Wirtschaftspolitik zunehmend auf Strategien zur Belebung privater Investitionen durch investitionsfördernde Maßnahmen des Staates gesetzt. Dabei darf nicht übersehen werden, daß der Staat schon in der Vergangenheit erhebliche Anstrengungen auf diesem Gebiet unternommen hat. Die Bandbreite dieser Maßnahmen umfaßt die sektoral und regional ausgerichtete Investitionsförderung, die Begünstigung von energieeinsparenden und Umweltschutzinvestitionen, die Förderung von Forschung und Entwicklung ebenso wie die Mittelstandsförderung. Hinzu kommt der vorwiegend konjunkturpolitisch motivierte Einsatz der Investitionszulage von 1974/75. In Anbetracht dieser Vielzahl staatlicher Aktivitäten soll ein quantitativer Überblick über die bisher aufgewendeten Mittel zur Investitionsförderung gegeben werden. Dabei stehen die Fördermaßnahmen zugunsten des verarbeitenden Gewerbes im Mittelpunkt, denn den dort getätigten Investitionen kommt eine besondere Bedeutung für Wachstum und Beschäftigung zu . Die Beantwortung der Frage, inwieweit die Investitionsförderung zu zusätzlichen Investitionen geführt hat, setzt freilich die Kenntnis einer nicht bekannten Größe voraus, nämlich jener Investitionen, die getätigt worden wären, wenn es keine staatliche Investitionsförderung gegeben hätte. Dennoch ist es sinnvoll, die tatsächlich getätigten Investitionen zu den staatlichen Aufwendungen für die Investitionsförderung in Beziehung zu setzen.


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