DIW Wochenbericht 40/41 / 1977, S. 353-359
Heinrich Machowski
get_appGesamtausgabe/ Whole Issue (PDF 1.28 MB)
Auf dem 25. Parteitag der KPdSU im Februar 1976 wurde die Außenwirtschaft zu einem Schlüsselbereich der sowjetischen Wirtschaftspolitik erklärt. Nach der neuen Strategie soll eine wettbewerbsfähige Exportindustrie aufgebaut und verstärkt moderne Technologie vor allem in den westlichen Industrieländern gekauft werden: Der Außenhandel soll im Gegensatz zu seiner früheren, passiven (Lückenbüßer)-Rolle im Wachstumsprozeß zur Beschleunigung des Produktivitätsfortschrittes beitragen. Damit wurde auch offiziell das frühere Ziel einer isoliert binnenmarktorientierten Industrialisierung aufgegeben, nachdem in der Praxis dieser Schritt schon Anfang der siebziger Jahre vollzogen worden war. Die Zahlungsbilanzprobleme der Sowjetunion stehen allerdings gegenwärtig der vollen Verwirklichung dieser Politik entgegen.
Die Publikation ist gemäß der Creative-Commons-Lizenz CC-BY-4.0 nachnutzbar: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/