DIW Wochenbericht 21/22 / 1975, S. 170-174
Horst Lambrecht
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Der Umsatz im innerdeutschen Handel stieg 1974 um 22 vH. In dieser nominellen Expansion spiegeln sich allerdings erhebliche Preissteigerungen: Real hat der Warenverkehr im letzten Jahr stagniert. Trotz der Sonderregelungen (Zoll- und Abschöpfungsbefreiungen, steuerliche Sonderbehandlung, Swing) konnte "der innerdeutsche Handel nicht mit der Entwicklung des übrigen Westhandels der DDR Schritt halten. Die Vorteile der DDR aus diesen Sonderregelungen sind allerdings insgesamt quantitativ nicht bestimmbar. Berechnungen, die von der generellen Annahme ausgehen, daß allein die DDR aus den Präferenzen ökonomischen Nutzen ziehe, haben hypothetischen Charakter. Da die Marktposition der DDR eher schwach ist, kann sie allenfalls einen Teil der von der Bundesregierung eingeräumten Vorteile wahrnehmen.
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