DIW Wochenbericht 33 / 1975, S. 261-266
Dieter Teichmann
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Der Haushaltsvollzug des Bundes war im ersten Halbjahr 1975 durch hohe Ausgabensteigerungen (+ 24 vH) bei sinkenden Einnahmen (- 3,5 vH) gekennzeichnet. Mit 22 Mrd. DM erreichte die Finanzierungslücke bereits zur Jahresmitte eine Größenordnung, die im Bundeshaushaltsplan nahezu für das gesamte Jahr veranschlagt worden war. Konjunkturbedingte Steuerausfälle und zusätzliche Belastungen auf der Ausgabenseite, insbesondere die erhöhten Zuschüsse an die Bundesanstalt für Arbeit, werden das Defizit des Bundes bis zum Jahresende auf rund 40 Mrd. DM emporschnellen lassen. Die finanziellen Auswirkungen des neuen Konjunkturprogramms, das von der Bundesregierung vorbereitet wird, sind dabei noch nicht berücksichtigt.
Themen: Öffentliche Finanzen
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